Bremen-Marathon Britta Kolpazik ist die 'Chefin-Helferin'

Bremen. Britta Kolpazik erfüllt beim diesjährigen Bremen-Marathon die Funktion der 'Freiwilligen-Koordinatorin'. Rund 80 Helfer werden am übernächsten Sonntag auf dem Marktplatz aktiv sein, und gleich 280 Freiwillige bringen die 16 Verpflegungs- und Erfrischungsstellen zum Laufen.
08.09.2010, 11:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Damals war sie selbst noch eine Helferin. Vor zwei Jahren hatte sich Britta Kolpazik auf die Suche nach einer 'ehrenamtlichen Tätigkeit im Sportbereich' gemacht und diese beim swb-Marathon gefunden. Das war eine spannende Sache. Sie wurde als Springerin eingesetzt, und das bedeutete Müllbeseitigung auf der einen und die Fahrt mit der Werbekarawane mitten durchs Weserstadion auf der anderen Seite. Vielleicht war es diese Erfahrung, die Britta Kolpazik motivierte, noch deutlich mehr zu leisten für den großen Lauf quer durch die Stadt.

Heute ist die 37-Jährige 'Freiwilligen-Koordinatorin'. Ihr Bereich ist der erste von mehreren, die in dieser Zeitung bis zum 6. swb-Marathon am 19. September vorgestellt werden. Und es ist kein kleiner Bereich. Am Sonntag in einer Woche werden rund 80 Helfer auf dem Marktplatz aktiv sein, und gleich 280 Freiwillige bringen die 16 Verpflegungs- und Erfrischungsstellen zum Laufen. Da drängt sich eine Frage schon mal auf: Woher bekommt der swb-Marathon so viele Menschen, die bereit sind zu helfen?

'Die persönlichen Empfehlungen spielen mittlerweile eine große Rolle', antwortet Britta Kolpazik. Es spricht sich herum, wenn man interessante Erfahrungen macht. Sie hat vor zwei Jahren auch jedem erzählt, dass sie mit dem Auto durchs Weserstadion gefahren ist. Die Verlinkung des sogenannten 'Volunteer-Portals' mit der Marathon-Homepage soll neue Helfer daneben ebenso generieren wie die Zusammenarbeit mit der Bremer Freiwilligenagentur. Auf diese Weise konnte Britta Kolpazik in diesem Jahr rund 20 neue Helfer gewinnen. Die anderen - also der weitaus größte Teil der freiwilligen Kräfte - sind schon seit Jahren dabei.

Oft sind es befreundete Mitglieder eines Bremer Vereins, manchmal packt eine ganze Familie traditionell mit an beim Marathon. Diese Menschen müssen nicht mehr rekrutiert werden, einer gewissen Betreuung bedürfen sie jedoch auch. Was Britta Kolpazik zu dem wohl wichtigsten Thema im Umgang mit Ehrenamtlichen führt: 'Es geht um die Haltung, die eine Organisation zu ihnen einnimmt.' Um den Helfern gegenüber ihren Respekt zu demonstrieren, will Kolpazik den Kontakt zwischen den alljährlichen Veranstaltungen nicht abreißen lassen. Deshalb verschickt sie regelmäßig Informationen über den Stand der Vorbereitungen, installierte ein eigenes Helfer-Forum im Internet, und in den Wochen vor dem Lauf werden zumindest die Teamleiter zu Vorbereitungstreffen geladen.

Zudem gelingt es der 'Chef-Helferin' derzeit noch recht gut, die Wünsche nach bestimmten Einsatzgebieten zu erfüllen. 'Bei der Veranstaltung spreche ich dann mit möglichst vielen der Helfer', betont Britta Kolpazik. Sie will erfahren, wie es war für die Menschen, die ihr Engagement in den Dienst des swb-Marathons stellen. Das Feedback ist wichtig, und die Helfer fühlen sich 'gewertschätzt', so Kolpazik. Über eines muss sie indes nicht reden mit den freiwilligen Arbeitskräften: die Motivation. Die stimmt sowieso.

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