Zwischen Hauptbahnhof und GVZ

BSAG setzt Reisebusse im Linienverkehr ein

Mit drei angemieteten Reisebussen bietet die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) vom 7. bis 23. Dezember zusätzliche Fahrten zwischen Hauptbahnhof und Güterverkehrszentrum (GVZ) an.
03.12.2020, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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BSAG setzt Reisebusse im Linienverkehr ein
Von Michael Rabba

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) setzt ab Montag, 7. Dezember, angemietete Reisebusse im Linienverkehr ein. Auf den Linien 63 beziehungsweise 63S zwischen Hauptbahnhof und Güterverkehrszentrum werden dann „deutlich mehr Fahrten“ angeboten, kündigt das Unternehmen an.

„Gerade jetzt im Weihnachtsgeschäft kennen wir die besonderen Anforderungen an die Mitarbeitenden am Logistikstandort GVZ“, sagt BSAG-Vorstandssprecher Hajo Müller. Mit den zusätzlichen Fahrten „verstärken wir trotz unseres aktuell hohen Krankenstands das Angebot für Pendlerinnen und Pendler im Berufsverkehr und zu den Schichtwechselzeiten“, so Müller.

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Der Einsatz der Reisebusse im Zusammenspiel mit den regulären Linien 63 und 63S ermöglicht nach Auskunft der BSAG künftig unter anderem beim morgendlichen Schichtwechsel einen sehr engen Takt. So fahren die Busse ab Hauptbahnhof beispielsweise binnen einer Stunde 14 Mal zum GVZ – um 4.58, 5, 5.03, 5.05, 5.08, 5.10, 5.13, 5.15, 5.20, 5.23, 5.25, 5.30, 5.43 und 5.45 Uhr. Eingesetzt werden drei „moderne Doppeldecker“, erläutert die BSAG, die jeweils über rund 75 Sitzplätze verfügen. Außerdem seien die Reisebusse mit „vergleichsweise breiten Türen für den Ein- und Ausstieg“ sowie einer Rampe und einem Stellplatz für Rollstühle ausgestattet.

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Mehrere lokale Busunternehmen hatten bereits Anfang November der Verkehrsbehörde und der BSAG ihre Unterstützung angeboten. Mitte November teilte die BSAG dann mit, den Einsatz von privaten Bussen zu prüfen. Seinerzeit war die Strecke vom Hauptbahnhof zum Güterverkehrszentrum allerdings noch außen vor. Dort könnten die privaten Fahrzeuge eher nicht eingesetzt werden, weil sie dort teilweise auf Schienen fahren müssten, sagte BSAG-Vorstand Matthias Zimmermann. Inzwischen ist man offenbar zu der neuen Erkenntnis gelangt, dass die Hochspannungsleitungen über den Schienen doch kein Hinderungsgrund sind.

Die gemieteten Reisebusse könnten im Linienverkehr nur „eine Notlösung“ bleiben, betont Hajo Müller. „Ihnen fehlen unter anderem die notwendigen technischen Geräte für den Linienbetrieb wie der BSAG-Funk zur Leitstelle oder die Ampelansteuerung.“

Das zusätzliche Angebot ist zunächst bis zum 23. Dezember befristet. Im Anschluss will die BSAG die Nutzung der zusätzlich angebotenen Fahrten auswerten.

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