Beschädigtes Segelschiff Bürgermeister spricht erstmals von Abwracken der „Seute Deern“

Der Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) hat als Erster ein mögliches Abwracken des beschädigten Segelschiffs ins Spiel gebracht. Dann bräuchte die Stadt ein neues Wahrzeichen.
27.09.2019, 17:32
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Grantz verlange eine rasche Entscheidung, ob das Museumsschiff saniert werden solle oder abgewrackt werde. Das sagte ein Sprecher der Stadt Bremerhaven am Freitag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Grantz sage, falls Bremerhaven sein Wahrzeichen verlieren sollte, brauche die Stadt einen Ersatz - zum Beispiel als Nachbau eines anderen alten Segelschiffs.

Die 100 Jahre alte „Seute Deern“ war Ende August nach einem Wassereinbruch auf den Grund des Hafenbeckens gesunken. Am vergangenen Wochenende wurde sie gehoben. Allerdings laufe nun acht Mal so viel Wasser ein wie vor der Havarie, sagte ein Sprecher des Deutschen Schifffahrtsmuseums. „In der Vergangenheit waren es bis zu 25 Kubikmeter, mittlerweile sind es bis zu 200 Kubikmeter pro Stunde.“ Der Segler schwimme mithilfe leistungsstarker Pumpen.

Zur Zukunft der „Seuten Deern“ wollte sich das Museum nicht äußern. „Wir hoffen, dass eine schnelle und gute Lösung gefunden werden kann“, sagte Sprecher Thomas Joppig. Die Diskussion ist kompliziert, weil neben dem Museum auch die Stadt Bremerhaven, das Land Bremen und als Geldgeber einer möglichen Sanierung der Bund beteiligt sind. (dpa)

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