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Bremer CDU will sich besser um Unternehmen kümmern

Lisa Boekhoff 06.02.2019 1 Kommentar

Carsten Meyer-Heder (mit Mikrofon) will sich als Bremer Bürgermeister mehr um die hier ansässigen Unternehmen und Konzerne kümmern. „Das mache ich zur Chefsache.“
Carsten Meyer-Heder (mit Mikrofon) will sich als Bremer Bürgermeister mehr um die hier ansässigen Unternehmen und Konzerne kümmern. „Das mache ich zur Chefsache.“ (Christina Kuhaupt)

Das Wahlprogramm der CDU Bremen liegt schon vor – fast. Denn noch ist das Papier ein Entwurf, über den die Partei bei vier sogenannten Lounges unter verschiedenen Überschriften öffentlich diskutieren möchte. Auftakt war am Montag in der Markthalle 8 das Thema Wirtschaft und Digitalisierung. „Wer hat das Programm denn gelesen?“, fragt Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder vorweg, ein paar Hände gehen darauf hoch.

Das Echo auf das Programm „#Unser Bremen kann mehr“ soll berücksichtigt werden. Neben Meyer-Heder steht deshalb ein großer Block mit einer leeren Seite. „Wenn eine Idee cool ist, dann nehmen wir sie gerne mit.“ Der IT-Unternehmer macht zunächst klar, warum Digitalisierung wichtig ist für Bremen, warum die CDU eine Stelle im Rathaus für sie schaffen will („Das darf nicht in einem Ressort hängen, sondern muss zentral gesteuert werden“) und welche Wirtschaftspolitik er plant. So sollen etwa Coworkingplätze für Handwerksbetriebe entstehen.

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Vor allem will sich der Spitzenkandidat aber um die Unternehmen und Konzerne vor Ort kümmern und selbst nach Toulouse zu Airbus fahren, nach Stuttgart zu Mercedes. Dort wolle er fragen, was die Konzerne von der Bremer Politik brauchen, „um hier Gas zu geben“, formuliert es Meyer-Heder. „Ich mache das zur Chefsache.“ Harald Emigholz, seit Kurzem Vizepräses der Handelskammer Bremen, ergreift neben anderen Zuhörern das Mikrofon und unterstützte den Ansatz, sich zu kümmern. Derzeit würden die Unternehmen in Bremen nicht ausreichend ernstgenommen. Das hänge wohl auch mit dem „Mindset in der Stadt“ zusammen.

Weitere Veranstaltungen im Februar

Peter Hoedemaker hat die CDU in einer Kommission zum Thema Digitalisierung beraten. Der ehemalige Geschäftsführer von Kaefer Isoliertechnik schwärmt in seinem Beitrag über den Stand der Entwicklung in Estland und Dänemark. Er sei selbst nach Kopenhagen und Tallinn gereist. „Gerade Tallinn – das war absolut beeindruckend. Dagegen sind wir noch im Neandertalerzeitalter.“ Die Digitalisierung rechne sich am Ende. Was sie für Bremen denn koste, auf diese Frage aus dem Publikum gibt es aber noch keine Antwort.

Im Februar lädt die CDU zu weiteren Veranstaltungen zu den Schwerpunkten Mobilität, Bremerhaven und Bildung ein. Ende März soll das Wahlprogramm der CDU auf dem Landesparteitag dann verabschiedet werden. Auf dem Flipchart am Montag stehen am Ende die Worte „Datensicherheit“, „Machbares umsetzen“ und „KMU!“ (kleine und mittelständische Unternehmen) – und daneben ein Smiley.

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