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Platz zwei der Grünen-Liste
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Umweltstaatsrat Meyer erwägt Kandidatur für Bürgerschaft

Jürgen Theiner 20.11.2018 1 Kommentar

Ronny Meyer ist seit 2015 Staatsrat in der Bremer Umweltbehörde, die Nummer zwei hinter Senator Joachim Lohse.
Ronny Meyer ist seit 2015 Staatsrat in der Bremer Umweltbehörde, die Nummer zwei hinter Senator Joachim Lohse. (Frank Thomas Koch)

Plant Umweltstaatsrat Ronny Meyer (Grüne) den nächsten Karriereschritt? In seiner Partei werden ihm Ambitionen auf Listenplatz 2 für die Bürgerschaftswahl im Mai 2019 nachgesagt.

Damit würde er direkt hinter der designierten Spitzenkandidatin und derzeitigen Fraktionsvorsitzenden Maike Schaefer kandidieren. Auf Anfrage des WESER-KURIER wollte sich der 42-Jährige am Dienstag noch nicht eindeutig zu seinen Absichten erklären. „Es wäre sicherlich interessant, auch weiterhin Verantwortung zu übernehmen, und zwar aus einer guten Position heraus“, sagte Meyer. Er habe sich allerdings noch nicht entschieden, ob er den Listenplatz hinter Maike Schaefer anstreben wolle.

Sollte es tatsächlich zu einer Kandidatur des Umweltstaatsrates auf einer Spitzenposition der Grünen-Liste kommen, wäre Ronny Meyer auch Anwärter auf ein Senatorenamt. Falls die Grünen bei den Wahlen so gut abschneiden, wie es Umfragen gegenwärtig vorhersagen, könnten sie erneut drei Senatorenposten für sich reklamieren. Meyer wäre in einer solchen Konstellation ein möglicher Nachfolger für die scheidende Finanzsenatorin Karoline Linnert - zumindest könnten sich ihn einflussreiche Parteifreunde in dieser Funktion vorstellen. Auch Wirtschaftskompetenz wird Meyer zugebilligt.

Über die Verteilung der Listenplätze wird am 8. Dezember eine Landesmitgliederversammlung der Grünen entscheiden. Parteiinsider rechneten bisher auch mit einer Kandidatur von Bürgerschaftsfraktionsvize Björn Fecker für den ersten Männerplatz auf der geschlechterparitätisch zusammengesetzten Grünen-Liste. Ob es zu einer Kampfkandidatur um Platz 2 kommt, bleibt vorerst offen. Für eine Stellungnahme war Fecker am Dienstagabend nicht zu erreichen.


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