Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Kommentar zur Wahlauszählung in Bremen
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Zählschnecke

Ina Bullwinkel 31.05.2019 4 Kommentare

Zwei Hefte für jeden: Bei der Auszählung der Stimmen zur Bürgerschafts- und Beiratswahl in Bremen kam es zu Verzögerungen.
Zwei Hefte für jeden: Bei der Auszählung der Stimmen zur Bürgerschafts- und Beiratswahl in Bremen kam es zu Verzögerungen. (Symbolbild Ingo Wagner/dpa)

Es war lange vorauszusehen, dass bei dieser Bürgerschaftswahl mehr Bremer abstimmen würden als in den Jahren zuvor. Landeswahlleiter Andreas Cors hatte den Wählern deshalb sogar empfohlen, für das Abstimmen in den Wahllokalen mehr Zeit einzuplanen. Er rechnete also von Anfang an mit einem höheren Aufkommen. Und trotzdem hinkt seine Behörde beim Auszählen hinterher.

Erst am Donnerstag, einen Tag später als angekündigt, konnte das Landeswahlamt die vorläufigen amtlichen Endergebnisse vorlegen. Ein Problem mit der Software gab es nicht, auch keines in den Wahllokalen. Es habe allein an der hohen Wahlbeteiligung gelegen, sagte Cors. Und das sei doch etwas Gutes.

Mehr zum Thema
Bremer Bürgerschaftswahl: Landeswahlleiter verteidigt Zeitverzögerung der Stimmenauszählung
Bremer Bürgerschaftswahl
Landeswahlleiter verteidigt Zeitverzögerung der Stimmenauszählung

Das Auszählen der Wahlzettel zur Bürgerschaftswahl hat einen Tag länger gedauert: Statt am Mittwoch ...

 mehr »

Das stimmt, es ist erfreulich, wenn besonders viele Menschen ihr Recht auf politische Mitbestimmung wahrnehmen. Nur haben die Bremer mit einer Wahlbeteiligung von 64 Prozent keinen neuen Rekord aufgestellt – im Bundesvergleich liegen sie damit im Mittelfeld. Die Zahl der Wahlzettel dürfte die Helfer also nicht überfordert haben, schließlich plante die Behörde mit einem höheren Aufkommen. Ein triftiger Grund für die Verzögerung sieht wahrlich anders aus.


Sonntagsfrage
Zufriedenheit mit den Spitzenkandidaten