Opfer muss operiert werden

Bulldogge beißt Postbotin ins Gesicht

Mit schweren Verletzungen nach einem Hundebiss ist am Sonnabendvormittag eine 48 Jahre alte Briefträgerin in Burg-Grambke in eine Klinik eingeliefert worden. Sie muss operiert werden.
24.06.2018, 10:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Patricia Brandt Sabine Doll
Bulldogge beißt Postbotin ins Gesicht

In Bremen-Nord wurde eine Postboting durch einen Hund schwer verletzt.

dpa

Mit schweren Verletzungen ist nach einem Hundebiss am Sonnabendvormittag eine 48 Jahre alte Briefträgerin in Burggrambke in eine Klinik eingeliefert worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war die Frau bei ihrer Arbeit von einem Continental Bulldog ins Gesicht gebissen worden und musste operiert werden. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Hundehalter eingeleitet.

Die 48-Jährige hatte laut Bericht der Polizei Post in der Straße Am Bahndamm ausgetragen, als plötzlich ein Hund ins Freie lief und ihr nachlief. Die Briefträgerin stolperte und fiel zu Boden. Das Tier biss ihr daraufhin ins Gesicht. Aufmerksam gewordene Passanten eilten der Verletzten zur Hilfe und riefen einen Krankenwagen. Die Frau musste mit schweren Gesichtsverletzungen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

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Der 38 Jahre alte Hundebesitzer hatte seine sechsjährige Hündin nach der Beißattacke ins Haus gebracht. Nach seinen Aussagen gab es bisher keine Vorfälle dieser Art. Die Bulldogge wurde nach den Worten von Polizeisprecherin Franka Haedke „zur Gefahrenabwehr polizeirechtlich sichergestellt und ins Tierheim gebracht“. Was mit dem Tier geschieht, konnte Haedke noch nicht sagen: „Zuständig für das Halten von Hunden und weiterführende Angelegenheiten in dieser Sache ist das Ordnungsamt der Stadt Bremen.“

Grundsätzlich gilt Haedke zufolge, dass die Haltung von Hunden der Rasse Pitbull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden in Bremen verboten ist. Franka Haedke: „Auch der Zuzug aus einem anderen Bundesland ist verboten.“ Die Haltung von Hunden dieser Rassen sei nur ausnahmsweise möglich, wenn der Hund aus einem bremischen Tierheim übernommen werde. Der Antrag auf Erlaubnis sei vor der Übernahme des Tieres beim Ordnungsamt zu stellen.

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Franka Haedke: „Darüber hinaus sind nach dem Gesetz alle Hunde gefährlich, die eine übersteigerte Kampfbereitschaft, Angriffslust und Schärfe besitzen oder einen Menschen oder ein Tier gebissen haben.“ Der Hund, der die Postbotin schwer verletzt hat, gehört zu einer mittelgroßen, athletisch gebauten Rasse, die der englischen Bulldogge recht ähnlich ist und die nach Internetberichten des Verbands für das Deutsche Hundewesen als nicht aggressiv gilt, sondern aufmerksam und freundlich gilt.

Die Deutsche Post AG hat im vergangenen Jahr bundesweit rund 1900 Fälle von Hundebissen registriert. Wie Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt sagte, seien die Verletzungen in rund 1000 Fällen so gravierend gewesen, dass die Briefträger mehrere Tage lang ausfielen. Die Zahl der Hundebisse sei über die Jahre konstant hoch geblieben – trotz spezieller Schulungen für die Post-Beschäftigten. „Wir sind natürlich auch mit den Hundehaltern in Gesprächen. Oft liegt es an mangelnder Erziehung“, sagte Hogardt.

+++ Dieser Artikel wurde am 24. Juni um 20.05 Uhr aktualisiert. +++

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