Bundesrat empfiehlt Änderung

Bundesrat: Akku-Leuchten erlauben

Bremen. Die Beleuchtung an Fahrrädern muss nicht mehr ausschließlich mit einem Dynamo betreiben werden. Der Bundesrat hat beschlossen, auch aufsteckbare Akku-Leuchten zuzulassen. Der ADFC Bremen kritisiert diese Änderung.
05.07.2013, 16:09
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Von Melanie Öhlenbach

Bremen. Die Beleuchtung an Fahrrädern muss nicht mehr ausschließlich mit einem Dynamo betreiben werden. Der Bundesrat hat am Freitag beschlossen, dass auch aufsteckbare Akku-Leuchten zugelassen sein sollen. Der Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) Bremen kritisiert diese Änderung.

Bislang haben Radfahrer, die ohne Dynamo unterwegs waren, ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro riskiert – auch wenn die wiederaufladbare Akku-Leuchte funktionierte. Die Straßenverkehrszulassungsordnung ließ diese nur als Ergänzung zu. Bald können abmontiertbare Lampen auch ausschließlich verwendet werden.

„Die Verwendung von Batterien oder eines wiederaufladbaren Akkus für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte an Fahrrädern gewährleistet grundsätzlich das gleiche Sicherheitsniveau wie die Verwendung eines Dynamos als Energieversorger“, heißt es in der Begründung zur Änderung der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften.

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Der ADFC Bundesverband hatte bereits im Vorfeld die Änderung kritisiert. Der Geschäftsführer des Bremer Landesverbands, Klaus-Peter Land, bezeichnete die Änderung als einen „Schnellschuss“. Die Diskussion wird seiner Ansicht nach falsch geführt: Nicht die Art der Beleuchtung, sondern ihre Wirkung, also die Helligkeit oder die Größe des Lichtkegels, sollten vorgeschrieben sein.

Auch befragte Bremer Fahrradhändler empfehlen Kunden aus Sicherheitsgründen eher den klassischen Dynamo, weil er nicht aufgeladen werden muss.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der morgigen Ausgabe des Weser-Kurier.

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