Vorstoß auf CDU-Parteitag

Motschmann will Basisentscheid

Die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann will 2021 erneut nach Berlin. Bei der parteiinternen Nominierung setzt sie auf ein Mitgliedervotum. Bisher entscheidet eine Delegiertenkonfererenz.
22.09.2020, 05:00
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Motschmann will Basisentscheid
Von Jürgen Theiner

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann setzt bei der parteiinternen Nominierung für die Wahlen 2021 auf ein Votum der Bremer CDU-Basis. Für den Landesparteitag am kommenden Wochenende hat die von Motschmann geführte Frauen-Union einen entsprechenden Antrag eingebracht. Bisher werden die Bundestagskandidaten der Bremer CDU von einer Delegiertenkonferenz bestimmt. Vom Votum einer Mitgliederversammlung erhofft sich Motschmann bessere Chancen im Wettbewerb mit ihrem wahrscheinlichen Gegenkandidaten Thomas Röwekamp. Der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion hat seine Ambitionen auf einen Wechsel nach Berlin zwar noch nicht öffentlich erklärt, in der Partei wird aber allgemein mit einer solchen Ankündigung gerechnet.

Dass Motschmann es gern sähe, wenn Röwekamp bald aus der Deckung käme, daraus macht sie kein Geheimnis. „Ich fände es schön, wenn wir in einen offenen Diskurs gehen könnten“, sagte Motschmann dem WESER-KURIER. CDU-Insider gehen davon aus, dass Röwekamp in der Funktionärsschicht der Landespartei eine größere Gefolgschaft hat als die amtierende Abgeordnete. Eine Abstimmung über die Kandidatur auf einer Delegiertenkonferenz wäre insofern von Vorteil für ihn. Dagegen hat Motschmann zuletzt bewiesen, dass sie ihre Anhängerschaft punktgenau auf Versammlungen mobilisieren kann. Auf diese Weise setzte sie sich erst vor wenigen Wochen in einer Kampfabstimmung um den Landesvorsitz der Frauen-Union durch.

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