Linksautonome greifen Polizisten an CDU fordert konsequentes Vorgehen nach Ausschreitungen

Bremen. Nach dem Angriff von Linksautonomen auf Polizisten in der Nacht zu Samstag in Bremen fordert der CDU-Abgeordnete Wilhelm Hinners konsequentes Vorgehen nach solchen Ausschreitungen.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Bremen. Nach dem Angriff von Linksautonomen auf Polizisten in der Nacht zu Samstag in Bremen fordert der CDU-Abgeordnete Wilhelm Hinners konsequentes Vorgehen nach solchen Ausschreitungen.

„Der Senat darf die gewaltbereite linke Szene nicht länger verharmlosen", so Hinners. Der neuerliche Angriff auf Polizisten sei ein weiteres Beispiel dafür, dass es keine Hemmschwelle mehr vor Gewalt gegen Polizisten gebe. "Solche Randale dürfen wir uns in unserem Rechtsstaat nicht bieten lassen", erklärt er.

Er erwarte von Senator Ulrich Mäurer einen Bericht für die Innendeputation über die Hintergründe des Vorfalls. Zudem habe die Polizei die volle Rückendeckung der CDU-Fraktion, sich auch weiterhin konsequent und mit der gebotenen Härte gegen solche Angriffe zu verteidigen. Diese Rückendeckung erwarte Hinners auch vom rot-grünen Senat.

Am Freitagabend haben bis zu 100 Linksautonome ein ehemaliges Autohandelgelände in der Neustadt besetzt. Als die Polizeibeamten eintrafen, sind sie von den Vermummten angegriffen worden.

Gegen 17.40 Uhr wurde der Polizei Bremen gemeldet, dass sich fünf bis sechs vermummte Personen beim Neustadtgüterbahnhof verbarrikadierten. Als eine Streifenbesatzung eintraf, ist sie nach eigenen Angaben sofort angegriffen und mit Steinen beworfen worden. Der Streifwagen wurde dabei stark beschädigt. Laut Polizei schlossen sich insgesamt etwa 100 Personen – offenkundig alle aus dem linksautonomen Spektrum – den Vermummten an. Sie sollen die Polizisten immer wieder mit Steinen und abgefeuerten Feuerwerkskörpern attackiert haben. Eine zwischenzeitlich festgesetzte Störergruppe von etwa 20 Personen wurde von den Angreifern wieder befreit. Die Störer verschanzten sich auf Gebäudedächern und warfen von dort Steine auf nahegelegene Bahngleise, so dass der Zugverkehr zeitweise gestoppt werden musste. Desweiteren bauten die Autonomen brennende Barrikaden auf.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot und Spezialkräften vor Ort. Gegen 22 Uhr konnte die Besetzung beendet werden. Bei der Räumung wurde niemand verletzt. 51 Personen wurden vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat zwölf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs eingeleitet. Gegen drei weitere Tatverdächtige wird wegen Gefangenenbefreiung und gegen eine Person wegen Widerstand gegen Polizeibeamte ermittelt.

Zu den Hintergründen der gewaltsamen Besetzungsaktion kann die Polizei derzeit noch keine Angaben machen. (ach, bde)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+