„Salafismus nicht hofieren“ CDU und BIW greifen Pastor an

Bremen-Nord (ajb). Für die Äußerungen des Vegesacker Pastors Volker Keller, Pierre Vogel sei kein Hassprediger und Salafisten dürften nicht ausgegrenzt werden (wir berichteten), zeigt der CDU-Vorsitzende in Bremen-Nord, Rainer Bensch „null Verständnis“. In einer Mitteilung an die Presse lässt es der Christdemokrat an Deutlichkeit nicht fehlen: „Pastor Keller gefährdet mit seinen Pro-Salafismus-Äußerungen und seiner falsch verstandenen Toleranz unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.
19.06.2014, 00:00
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Von Albrecht-Joachim Bahr

Für die Äußerungen des Vegesacker Pastors Volker Keller, Pierre Vogel sei kein Hassprediger und Salafisten dürften nicht ausgegrenzt werden (wir berichteten), zeigt der CDU-Vorsitzende in Bremen-Nord, Rainer Bensch „null Verständnis“. In einer Mitteilung an die Presse lässt es der Christdemokrat an Deutlichkeit nicht fehlen: „Pastor Keller gefährdet mit seinen Pro-Salafismus-Äußerungen und seiner falsch verstandenen Toleranz unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.“

Der Salafismus, fährt Bensch fort, liefere den Nährboden für eine Radikalisierung und befördere nachweislich den Einstieg in den gewaltbereiten Islamismus. Gerade junge Menschen zeigten sich hierfür empfänglich. „Den als Hassprediger bekannten Pierre Vogel quasi als barmherzigen Sozialarbeiter darzustellen, bedeutet ein klares Hofieren des Salafismus und darf nicht ansatzweise geduldet werden.“ Natürlich müsse man das friedliche Miteinander der Religionen stärken – auf allen gesellschaftlichen Ebenen. „Doch radikalreligiöse Bewegungen haben in unserer offenen Gesellschaft keinen Platz.“ Das sei man nicht zuletzt auch all jenen Muslimen schuldig, die sich klar von den Fanatikern abgrenzen.

In die gleiche Kerbe hauen auch die Bürger in Wut (BIW). Cord Degenhard, Mitglied des Vegesacker Beirats, meint: „Nun startet der Vegesacker Pastor Keller eine Appeasement- (Beschwichtigungs-) Offensive unter dem Motto ,Bloß nicht ausgrenzen’.“ Die BIW hielten indes dagegen, „dass diese Radikalen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden müssen“. Richtig zielführend, fährt Degenhard fort, wäre eine Veranstaltung zum Thema: „Wie beschütze ich meine Kinder vor diesen gewaltbereiten Fundamentalisten?“ Das würde dem Gedanken christlicher Nächstenliebe mehr entsprechen als eine Anbiederung an extreme Terroristen.

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