Arbeiten in der Bremer Innenstadt

Büroalltag einer Frühaufsteherin

Lisa Zabielski arbeitet gerne in der Bremer Innenstadt: Sie lobt die gute ÖPNV-Anbindung zum Büro, mag die Schlachte und bummelt gerne durch die City. Doch der zunehmende Leerstand bereitet ihr Sorge.
22.04.2021, 05:00
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Büroalltag einer Frühaufsteherin
Von Pascal Faltermann
Büroalltag einer Frühaufsteherin

Die Sozialversicherungsfachangestellte Lisa Zabielski arbeitet in der AOK-Geschäftsstelle in der Innenstadt.

Christina Kuhaupt

Seit 2015 arbeitet Lisa Zabielski in der Innenstadt. Ihre Ausbildung hat die Sozialversicherungsfachangestellte in der Hauptgeschäftsstelle der AOK Bremen/Bremerhaven an der Bürgermeister-Smidt-Straße absolviert und ist dort als Sachbearbeiterin übernommen worden. Die 25-Jährige bezeichnet sich selbst als „Bremer Kind“, das sich gerne in der City aufhält und sich dort wohl fühlt. „Die Anbindung mit Bus und Bahn zu meiner Arbeitsstelle ist super“, sagt Zabielski. Aus dem Bremer Osten fährt sie mit der Bahn zur Haltestelle Am Wall. Damit kommt sie direkt von Haustür zu Haustür, aus den eigenen vier Wänden an den Arbeitsplatz im Büro.

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Ähnlich gehe es den Kunden der Sacharbeiterin. Diese kommen durch die Corona-Pandemie zwar derzeit nicht in die Geschäftsstelle, würden die kurzen Wege und den Anschluss durch den öffentlichen Nahverkehr aber sehr schätzen. „Ein großer Teil meiner Kollegen kommt mit Bus, Bahn oder dem Fahrrad“, sagt Zabielski. Aber: Die Anfahrt mit dem Auto und die Parksituation in der Bremer Innenstadt könnten besser sein. Für die AOK selbst sei es ein Vorteil, dass sie zentral liege und damit auch nah an den Kunden sein könne.

Zabielski ist eine Frühaufsteherin. Sie kann sich ihre Beratungstermine und Tätigkeiten zwar in Gleitzeit selbst einteilen, beginnt ihren Arbeitsalltag aber meist um 7 Uhr. Das gastronomische Angebot in der Umgebung nimmt sie zur Mittagszeit eher selten in Anspruch, dafür nutzt sie ihre Pausen oder den Feierabend, um in der Innenstadt Erledigungen oder kleinere Einkäufe zu machen. „Ich setze mich gerne an der Schlachte ans Wasser, das ist ein bisschen wie Urlaub“, sagt die 25-Jährige.

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Sie kauft zwar auch per Online-Shopping im Internet ein, zieht einen Besuch in Geschäften aber vor. „Das Gefühl, zu bummeln, in einen Laden zu gehen, Klamotten anzuprobieren und beraten zu werden, ist einfach ein anderes“, sagt sie.

Eigentlich fehle ihr in der City nichts, das Angebot in der Vor-Corona-Zeit mochte sie und fand es gut. Doch den zunehmenden Leerstand, den geschlossenen Kaufhof und immer weniger Läden schätzt sie als problematisch ein. Den Vorteil von Einkaufszentren wie Weserpark und Waterfront sieht sie vor allem durch den Witterungsschutz und die kostenlosen Parkmöglichkeiten. „Da kann ich meine Jacke oder meine Einkäufe auch mal im Kofferraum lassen“, sagt Zabielski.

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