Stadträtin nominiert

Claudia Schilling soll SPD-Senatorin werden

Die Bremerhavener SPD hat Stadträtin Claudia Schilling für den Bremer Senat nominiert. Auch auf dem Unterbezirksparteitag wurde Schilling für das Senatorinnenamt nominiert.
28.06.2019, 22:12
Lesedauer: 2 Min
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Claudia Schilling soll SPD-Senatorin werden
Von Maren Beneke
Claudia Schilling soll SPD-Senatorin werden

Noch ist das Geschachere rund um die freien Stühle im Senatssaal nicht beendet.

Frank Thomas Koch

Am Sonnabend hat die SPD Bremerhaven auf ihrem Unterbezirksparteitag Claudia Schilling als Senatorin nominiert. Das gaben die Sozialdemokraten auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Die Juristin gewann dabei 81 der insgesamt 84 Stimmen bei einer Enthaltung. Am Freitag hatte der Vorstand der SPD Bremerhaven Schilling für den Senat vorgeschlagen. Schilling ist derzeit in der Seestadt als Stadträtin für Jugend, Familie und Frauen sowie für Arbeit, Soziales, Senior/innen, Migranten/innen zuständig. Es ist eine stille Abmachung, dass es in einem Senat mit Beteiligung der SPD einen Vertreter aus Bremerhaven gibt. Vor seinem Rückzug war das Ex-Wirtschafts- und Justizsenator Martin Güthner (SPD).

Welche Aufgabe auf Schilling zukommt, das ist derzeit offen. Erst in diesen Tagen entscheidet sich in den Verhandlungen zwischen SPD, Grünen und Linken, wie die Zuschnitte der Ressorts aussehen werden und welche Partei dann den Senator oder die Senatorin stellen darf. "Auch für mich ist das dann eine Überraschung", sagte Schilling am Sonnabend nach ihrer Nominierung. Aufgrund ihrer bisherigen Laufbahn könnte Schilling für verschiedene Ressorts ins Spiel gebracht werden. Justiz, Wirtschaft, Arbeit oder Soziales liegen nahe. Ihr seien daneben die Themen für Bremerhaven wichtig: Wissenschaft und Häfen. "Ich bin relativ offen."

1968 ist Claudia Schilling in Wolfsburg geboren, studierte später in Göttingen und promovierte im Bereich Steuerrecht. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie heute in Bremerhaven. Dorthin kam sie 1999. Damals wurde Schilling Richterin am Amtsgericht Bremerhaven. Zuvor arbeitete sie als Anwältin für Wirtschaftsrecht in einer Bremer Kanzlei. Als Stadträtin ist Schilling von der Stadtverordnetenversammlung für sechs Jahre gewählt worden. Im Justizressort hat Schilling bereits gearbeitet. Ihrer Ansicht nach muss es im Senat keinen alleinigen Senator dafür geben. Das sei nicht zwingend für die Aufgabe, der Justiz eine Stimme zu verschaffen. Schilling sieht mit Rot-Grün-Rot die Chance, viele sozialdemokratische Ideen einzubringen. Die Zusammenarbeit mit den Linken als neuer Bündnispartner könne "befruchtend sein".

++ Dieser Artikel wurde am 29. Juni um 18.49 Uhr aktualisiert. ++

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