Die ersten Module treffen in Grohn ein / JUB will aushelfen Container für Flüchtlingsdorf

Bremen. Während in Grohn die ersten Wohncontainer für ein Flüchtlingsheim eintreffen, verhandelt die Sozialbehörde parallel mit der Jacobs University über die Unterbringung von Flüchtlingen. Bis zur Fertigstellung des Containerdorfs mit 102 Modulen an der Steingutstraße, könnten demnach rund 20 alleinstehende, erwachsene Flüchtlinge auf dem Campus wohnen.
03.09.2014, 00:00
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Container für Flüchtlingsdorf
Von Patricia Brandt

Während in Grohn die ersten Wohncontainer für ein Flüchtlingsheim eintreffen, verhandelt die Sozialbehörde parallel mit der Jacobs University über die Unterbringung von Flüchtlingen. Bis zur Fertigstellung des Containerdorfs mit 102 Modulen an der Steingutstraße, könnten demnach rund 20 alleinstehende, erwachsene Flüchtlinge auf dem Campus wohnen.

Wie viel Bremen die Vollverpflegung der Flüchtlinge an der Privatuniversität kostet, darüber machte das Sozialressort keine Angaben. „Die Jacobs University hat uns 20 Plätze im Studentenwohnheim angeboten. Das sollten wir voll ausschöpfen“, so Ressortsprecher Bernd Schneider auf Anfrage. Ein Rahmenvertrag für 18 Einzel- und ein Doppelzimmer sei in Arbeit. Mit dieser Lösung werde die Turnhallen-Debatte in Bremen-Nord „derzeit nicht mehr“ geführt. Im November sollen laut Sozialressort dann die ersten von insgesamt 100 Flüchtlingen in das neue, drei Millionen Euro teure Containerdorf einziehen. Am Dienstag schwebten die ersten 24 Wohnmodule samt Kochnischen und Badezimmer aus Tschechien per 180-Tonnen-Kran auf der ehemaligen Gewerbebrache ein.

Nach dem Vorbild des Übergangswohnheims in Arbergen sollen die doppelstöckigen Containerhäuser um einen Innenhof angeordnet werden. Dort, wo jetzt noch Kabel und Brechstangen liegen, soll ein großer, bepflanzter Innenhof, eine Art Plaza, angelegt werden. „Mit einem Sandkasten und Spielgeräten für die Kinder, erläuterte Bauleiter Friedhelm Funk.

Im Zuge der Flüchtlingsdebatte wird sich in Vegesack in Kürze ein Ausschuss zur Betreuung der Asylbewerber gründen. Der Beirat wolle gewährleisten, dass „das, was die Behörden an Bildungs- und Betreuungsangeboten zugesagt haben, eingehalten wird“, so Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt.

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