Neun Patienten und acht Mitarbeiter infiziert

Bremer RKK verlängert Aufnahmestopp

Das Ergebnis des aktuellen Corona-Tests für das gesamte Bremer Rotes Kreuz Krankenhaus: Neun Patienten und acht Mitarbeitende sind infiziert. Ein dritter Test folgt umgehend. Aufnahmestopp gilt bis 31. Juli.
28.07.2020, 05:00
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Bremer RKK verlängert Aufnahmestopp
Von Ulrike Troue
Bremer RKK verlängert Aufnahmestopp

Inzwischen wurden alle Patienten und die rund 700 Mitarbeitenden der Klinik in der Neustadt auf das Coronavirus getestet.

Andreas Arnold

Wegen positiv auf Covid-19 getesteter Mitarbeiter und Patienten in den Abteilungen Innere Medizin und Unfallchirurgie hatte sich das Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) „freiwillig“ einen Aufnahme- und Entlassungsstopp verordnet (wir berichteten). Inzwischen sind alle Patientinnen und Patienten sowie die rund 700 Mitarbeitenden der Klinik in der Neustadt auf das Coronavirus getestet worden.

Das Ergebnis von Montag: Bei neun Patienten und acht Mitarbeitenden war der Test positiv – eine Person mehr als in der vergangenen Woche, so die Auskunft von Pressesprecherin Dorothee Weihe. „Das Haus befindet sich noch bis Freitag, 31. Juli, im vorsorglichen Lockdown mit Aufnahmestopp für stationäre Patienten“, teilt sie mit.

Die positiv getesteten Patienten sind in den Covid-19-Bereich des Krankenhauses verlegt und somit von den übrigen Patienten der beiden betroffenen Stationen separiert worden, die weiter unter Quarantäne stehen. Die betroffenen acht Mitarbeitenden sind in häuslicher Quarantäne.

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Als Sondermaßnahme besteht für das gesamte Haus weiterhin die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. „Es ist im Arbeitsablauf sichergestellt, dass das Personal, das mit isolierten Sars-CoV2-Patienten im Kontakt ist, genügend Zeit hat, sich die entsprechende Schutzkleidung bestehend aus Schutzkittel, Handschuhen, Maske und Schutzbrille anzuziehen“, erklärt Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführerin des RKK.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt, das sich am Montag bei einer Begehung und in Gesprächen mit Geschäftsführung und Hygienemanagement über die Maßnahmen im Umgang mit dem Corona-Ausbruch informierte, werden in dieser Woche alle Patienten und die gesamte Mitarbeiterschaft des Krankenhauses nun ein drittes Mal während dieses Ausbruchs getestet.

„Ein negatives Testergebnis ist immer eine Momentaufnahme und kann sich innerhalb von 14 Tagen in einen positiven Test wandeln“, sagt Pressesprecherin Dorothee Weihe. Die Testreihen führe das Krankenhaus weiterhin in Eigenregie durch. „Umfangreich und mehrfach.“ „Ambulante Operationen und Sprechstunden finden weiterhin statt“, teilt Weihe mit. Das „Café K“ ist für die Verpflegung des Personals wieder geöffnet.

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