Stichtag 19. April

Bovenschulte gegen voreilige Entschlüsse

Der Senat berät wie es nach dem 19. April weitergehen kann. Bremens Bürgermeister warnt davor die Einschränkungen wegen des Coronavirus nicht zu früh aufzuheben.
05.04.2020, 06:03
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Bovenschulte gegen voreilige Entschlüsse
Von Silke Hellwig
Bovenschulte gegen voreilige Entschlüsse

Bremens Bürgermeister warnt vor einer zu schnellen Beendigung der Corona-Einschränkungen.

Sina Schuldt

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hofft, dass „dieser schwierige und belastende Zustand schnellstmöglich“ beendet werden kann. Sowohl im Senat und allen anderen Landesregierungen als auch im Bundeskabinett werde diskutiert, wie nach dem 19. April verfahren werden soll – nicht erst seit Beginn der Auflagen. „Für den Senat war immer klar: Diese Maßnahmen sind nicht auf Dauer durchzuhalten. Allerdings dürfen sie auch nicht zu früh beendet werden, andernfalls ist der Erfolg der gesamten bisherigen Anstrengungen in Gefahr“, sagt Bovenschulte gegenüber dieser Zeitung.

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Es sei wichtig, keine „falschen Hoffnungen“ zu wecken. „Noch gibt es keine ausreichend gesicherte Faktenlage, vielmehr gibt es derzeit einen sehr intensiven und sehr fruchtbaren Diskurs der Experten über den richtigen Weg“, so der Bürgermeister weiter. Aus diesem Grund sei es noch zu früh, konkretere Angaben zu machen.

Der Bund und die Länder hätten vereinbart, die Zeit bis zum 19. April zu nutzen, „um mehr über das Virus, dessen Verbreitungsweg und die Behandlung der erkrankten Menschen in Erfahrung zu bringen“. Bovenschulte appelliert an die Bürger, bis dahin „die strengen und auch belastenden Regeln einzuhalten. Das fällt sicher nicht leicht, rettet aber Menschenleben.“

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