Kommentar über Corona-Tests

Kein Wirrwarr

Die Akzeptanz von verpflichtenden und freiwilligen Corona-Testangeboten in der Bevölkerung hängt maßgeblich auch davon ab, wie klar und verständlich die Möglichkeiten kommuniziert werden, meint Sabine Doll.
12.08.2020, 05:00
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Kein Wirrwarr
Von Sabine Doll
Kein Wirrwarr

Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Hinweisschilder schaffen Klarheit.

Sebastian Gollnow /dpa

Testen, testen, testen. Dies ist eine Strategie, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und Risikogruppen zu schützen. Tests in Pflegeheimen, Schulen und Kitas gehören dazu – und akut Corona-Tests für Reisende. Für jene, die aus einem Risikogebiet einreisen, gilt eine Testpflicht. Diese ist einfach sicherzustellen, wenn Reisende am Airport ankommen – der Weg nach draußen führt zwangsweise an der Teststation vorbei. Anders sieht es bei Reisenden aus, die aus Risikoländern per Auto, Bus oder Bahn ankommen.

Je mehr Menschen verpflichtende und vor allem auch freiwillige Testangebote annehmen, desto größer ist die Chance, das Infektionsgeschehen im Blick zu behalten und eine unkontrollierte Verbreitung einzudämmen. Dafür müssen Vertrauen und Akzeptanz in der Bevölkerung geschaffen werden. Klare und allgemein verständliche Informationen spielen eine wesentliche Rolle – über das Virus, seine Verbreitungswege und Schutzmaßnahmen. Und, so banal es auch klingen mag, über den Zugang zu Testzentren vor Ort. Ein Wirrwarr von Informationen, wie kürzlich in Bremen bei den Öffnungszeiten der Corona-Ambulanz, bewirkt eher das Gegenteil.

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