In der Corona-Krise

Hilfe für die Pflege: Unterstützungspool füllt sich

Die Gesundheitsbehörde ruft wegen der Corona-Pandemie Freiwillige mit Erfahrung in Pflege- und Gesundheitsberufen für einen Unterstützungspool auf. Mehr als 285 Angebote sind bereits eingegangen.
03.04.2020, 19:36
Lesedauer: 1 Min
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Hilfe für die Pflege: Unterstützungspool füllt sich
Von Sabine Doll
Hilfe für die Pflege: Unterstützungspool füllt sich

Die Gesundheitsbehörde hat einen Unterstützungspool für die Pflege eingerichtet.

Tom Weller /dpa

Vor gut zwei Wochen hat die Gesundheitsbehörde einen Aufruf für einen Unterstützungspool in der Pflege und anderen Gesundheitsberufen gestartet. Anlass ist der erwartete Anstieg von Corona-Infektionen, von denen auch Pflegekräfte und andere Bereiche im Gesundheitswesen betroffen sein können. Ziel des Pools sei es, auf Ausfälle und Engpässe frühzeitig reagieren zu können.

„Bislang sind rund 285 Angebote eingegangen, von denen der überwiegende Teil auch bereits erfasst wurde“, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher der Gesundheitsbehörde, dem WESER-KURIER. „Täglich kommen 15 bis 20 weitere Angebote rein.“ Zum größten Teil handele es sich um examinierte Pflegekräfte, teilweise auch aus der Altenpflege. Darüber hinaus hätten sich Ärzte, medizinische Fachangestellte, Psychologen oder Sozialpädagogen gemeldet.

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Anfragen für den Unterstützungspool gebe es bereits, zum Beispiel von Krankenhäusern. Die Behörde stehe mit den Beteiligten in Kontakt, um eine Vermittlung in echte Arbeitsverhältnisse sicherstellen zu können. „Ich bedanke mich bei allen, die sich in so kurzer Zeit schon bereit erklärt haben, in dieser sehr besonderen Lage helfen zu wollen“, sagt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke).

Der Unterstützungspool richtet sich an Menschen, die eine Ausbildung in der Pflege, in einem weiteren Gesundheitsbereich oder Kenntnisse durch ein freiwilliges soziales Jahr oder den Zivildienst haben. Folgende Angaben seien erforderlich: Name, Alter, Berufsabschluss und Anzahl der Berufsjahre, früherer Einsatzort und Zeit seit der letzten Berufstätigkeit, Telefon, Adresse (für einen wohnortnahen Einsatz), Wunsch-Einsatzort (Krankenhaus, Pflegeeinrichtung stationär/ambulant) sowie die aktuelle Beschäftigungssituation. Die E-Mail-Adresse lautet: wir-helfen@gesundheit.bremen.de

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