Corona-Lockerungen

Bremer Parkhotel folgt hohem Schutzkonzept

Das zur Dorint-Gruppe gehörende Bremer Parkhotel legt großen Wert darauf, die Hygienevorschriften einzuhalten, wenn nicht sogar zu übertreffen.
26.05.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Bremer Parkhotel folgt hohem Schutzkonzept
Von Jürgen Hinrichs
Bremer Parkhotel folgt hohem Schutzkonzept

Stammgast im Parkhotel: Werder hat das Haus für seine Bundesliga-Quarantäne ausgesucht.

nph / kokenge

Für das Parkhotel, Bremens Nobelherberge am Bürgerpark, gilt in Corona-Zeiten ein Schutzkonzept, das nach Angaben des Hotelbetreibers weit über die Regeln der Behörden hinausgeht. Höchsten Stellenwert haben in dem Fünf-Sterne-Haus der Dorint-Gruppe die Hand- und Lufthygiene. „Von der Raumfahrt und den Airlines lernen“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung von Dorint. Die Zimmer werden mit dem Langzeit-Desinfektionsmittel Zoono kurz unter Nebel gesetzt. Das geschieht alle 25 Tage, damit die Wirkung nicht nachlässt. Oben drauf kommt nach Darstellung des Unternehmens die Desinfektion der Utensilien, die von den Gästen benutzt werden. Die Fernbedienungen werden im Anschluss in Papier verpackt und versiegelt.

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In den Gemeinschaftsbereichen des Hotels werden sämtliche Einrichtungsgegenstände, mit denen der Gast in Berührung kommt, keimfrei gemacht – „sofort, immer wieder, und rund um die Uhr“, wie Dorint schreibt. Das beliebte Buffet-Frühstück im Parkhotel ist abgeschafft worden. Stattdessen wird auf Tabletts am Tisch serviert, von Mitarbeitern, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Um das Tagungsgeschäft langsam wieder hochfahren zu können, soll es zunächst „Hybrid-Meetings“ geben: Die eine Hälfte der Teilnehmer sitzt im Tagungsraum, die andere wird per Videokonferenz zugeschaltet.

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In Bremen sind die Hotels bereits am 18. Mai wieder für Touristen geöffnet worden, eine Woche früher als in Niedersachsen. Vorher durften nur Geschäftsreisende in den Häusern absteigen. Die Landesregierung in Hannover wollte eigentlich eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen verhängen, so wie bei Ferienwohnungen, ist davon aber abgerückt. Gelockert wurde auch die Quote: Statt maximal 50 Prozent dürfen jetzt bis zu 60 Prozent der Zimmer belegt werden. In Bremen gibt es diese Auflage nicht. „Auf so eine Quote kommt sowieso keiner“, sagt Detlef Pauls vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband.

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Pauls führt in Bremen zwei Hotels, ein Vier-Sterne-Haus und ein Zwei-Sterne-Haus. „Wir werden im Mai eine Auslastung von knapp zehn Prozent haben“, schätzt er. Nur sehr langsam kämen jetzt wieder Buchungen rein, allerdings weiterhin auch Stornierungen – Tagungen, die für September und Oktober bestellt worden waren. „Die Leute müssen erst wieder aus dem Panik-Modus raus“, sagt Pauls. Der Vorfall kürzlich in einem Restaurant im Landkreis Leer, bei dem sich 18 Menschen infiziert haben, sei da wie ein Schlag ins Kontor gewesen.

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Ein sehr kleiner Betrieb ist das Bremer City Hostel am Wall. Die zehn Zimmer haben insgesamt 29 Betten. „Eine Familie mit 29 Köpfen könnte ich unterbringen, so viele Bauarbeiter aber zum Beispiel nicht“, sagt Betreiber Jörg Sowern. Wegen der Kontaktbeschränkungen kann er zwar alle zehn Zimmer belegen, bei weitem aber nicht sämtliche Betten. Mehrfach am Tag, viel häufiger als sonst, lasse er jetzt sauber machen und desinfizieren. Mahlzeiten werden im Hostel nicht angeboten. „Es gibt eine Küche zur Selbstverpflegung, wo natürlich die Corona-Regel gelten“, erklärt Sowern.

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