1500 Euro pro Beschäftigtem Erste Bremer Pflegekräfte erhalten Corona-Prämie

Bund und Land hatten sie zugesagt, jetzt kommt die Corona-Prämie für Pflegekräfte mit der Juli-Abrechnung. Das Land Bremen gibt dafür rund 5 Millionen Euro aus.
12.07.2020, 05:00
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Erste Bremer Pflegekräfte erhalten Corona-Prämie
Von Jürgen Theiner

Warmer Regen für die Beschäftigten in der stationären und ambulanten Altenpflege: Mit der Abrechnung für Juli können sie bis zu 1500 Euro zusätzlich zu ihrem regulären Gehalt bekommen. Das Land Bremen hat jetzt mit den Pflegekassen ein Verfahren zur Auszahlung des sogenannten Pflegebonus vereinbart, an dem der Bund zwei Drittel der Kosten trägt. Insgesamt rechnet Bremen mit eigenen Kosten von rund fünf Millionen Euro und zehn Millionen aus Berlin.

„Das Geld ist als Anerkennung für die besondere Leistung gedacht, die von Pflegekräften angesichts der schwierigen Lage in der Pandemie gefordert und geleistet wird“, sagt Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Bremen habe die Bundeszahlungen aus eigenen Mitteln aufgestockt und dabei die Höhe im rechtlichen Rahmen voll ausgeschöpft. „Dazu hat der Senat sich entschieden, damit die Pflegekräfte den maximalen Bonus bekommen können und die Zahlung nicht von der Leistungsfähigkeit ihres jeweiligen Arbeitgebers abhängt„, so die Senatorin weiter. Grundsätzlich halte sie aber an der Auffassung fest, „dass eine solche Einmalzahlung einen allgemeinverbindlichen Flächentarif mit angemessenen Einkommen in der Pflege nicht ersetzen kann“.

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In den Genuss der Einmalzahlung in voller Höhe kommen Pflegekräfte und Pflegehilfskräfte, die zwischen 1. März und 31. Oktober mindestens drei Monate lang ambulant oder stationär unmittelbar in der Pflege- und Betreuungsarbeit tätig waren. Wer die Voraussetzung schon jetzt erfüllt, bekommt die Prämie zum ersten Auszahlungstermin, wer die drei Monate erst im Oktober erreicht hat, soll die Prämie zum zweiten Auszahlungstermin mit der Gehaltsabrechnung für Dezember erhalten. Teilzeitkräfte bekommen die Prämie anteilig, Auszubildende generell 900 Euro. Auch andere Berufsgruppen in Pflegeinrichtungen haben Anspruch auf eine Zahlung, allerdings in verminderter Höhe.

„Den Bonus beantragt der Arbeitgeber“, erläutert Anja Stahmann, „die Beschäftigten müssen sich darum nicht selber kümmern.“ Für die Auszahlung hat Bremen eine Vereinbarung mit vier Pflegekassen getroffen. Dabei handelt es sich um AOK, Handelskrankenkasse, BKK24 sowie IKK gesund plus.

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