Coronavirus

Weitere Infizierte in Erstaufnahme

In der Bremer Landeserstaufnahmestelle (Last) gibt es zwei weitere Corona-Fälle. 450 Menschen leben dort auf engem Raum zusammen. Die Sozialbehörde will daher weitere Bewohner woanders unterbringen.
08.04.2020, 07:00
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Weitere Infizierte in Erstaufnahme
Von Carolin Henkenberens
Weitere Infizierte in Erstaufnahme

Geflüchtete protestieren vor der Landeserstaufnahmestelle und fordern gemeinsam mit einem Bremer Bündnis die Schließung.

Christian Kosak

In der Landeserstaufnahmestelle (Last) für neu angekommene Asylbewerber und Geflüchtete sind zwei weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte Bremens Sozialbehörde am Dienstag mit. Die beiden Brüder seien routinemäßig getestet und nach Erhalt des positiven Ergebnisses zur Quarantäne in eine andere Unterkunft gebracht worden. Schon am vergangenen Dienstag war bei einer neu angekommenen Frau Covid-19 festgestellt worden. Die beiden Infizierten lebten zuvor auf einem Flur für Neuankömmlinge, der von den übrigen Bewohnern abgetrennt ist, um ein Einschleppen des Coronavirus zu verhindern. Diese auf dem Flur lebenden Menschen stünden nun unter 14-tägiger häuslicher Quarantäne, erklärte das Sozialressort. Für nun Eintreffende werde ein neuer Flur eröffnet.

Seit zweieinhalb Wochen fordert ein Bündnis aus Bewohnern, der Initiative „Seebrücke“ und dem Flüchtlingsrat Bremen, dass die Massenunterkunft sofort geschlossen wird. Fast 4000 Menschen zeichneten bisher eine entsprechende Online-Petition mit. Die Sozialbehörde teilte mit, das Land Bremen sei bundesrechtlich zum Weiterbetrieb verpflichtet. Von den einst 600 Bewohnern lebten aktuell noch etwa 450 in der Einrichtung in Bremen-Vegesack, bis zu 100 sollten im Laufe der kommenden Woche umziehen. Menschen aus Risikogruppen seien schon woanders untergebracht worden.

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