Veranstalter planen Umzug für 2018 CSD auch im nächsten Jahr in Bremen

Nach dem großen Erfolg in diesem Jahr planen die Veranstalter des Bremer Christopher-Street-Day für 2018 eine Fortsetzung. Der Umzug soll am 25. August stattfinden.
31.08.2017, 16:15
Lesedauer: 2 Min
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CSD auch im nächsten Jahr in Bremen
Von Jan Oppel

Nachdem am vergangenen Sonnabend 5500 Menschen in Bremen den ersten Christopher-Street-Day (CSD) seit 13 Jahren gefeiert haben, ziehen die Veranstalter ein positives Fazit – und kündigen eine Wiederholung im nächsten Jahr an. 2018 soll die Demonstration gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Trans- und Intersexuellen am Sonnabend, 25. August, wieder durch die Bremer Innenstadt ziehen. Mit dem diesjährigen Umzug sind die Veranstalter zufrieden. „Wir danken allen teilnehmenden Organisationen und Menschen, die diesen CSD durch ihre Teilnahme ermöglicht haben“, sagte Sprecher Robert Dadanski.

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Die Polizei beurteilt den Verlauf der Demonstration im Großen und Ganzen ebenfalls positiv. Zwischenzeitlich sei es rund um die Obernstraße zu Verkehrsbehinderungen gekommen, sagte Sprecherin Franka Haedke. Die Veranstalter hatten nur etwa 1000 Teilnehmer erwartet, am Ende kamen mehr als fünf Mal so viel. Zeitlich reisten Tausende Fans zum Werder-Heimspiel gegen den FC Bayern an. Busse und Bahnen kamen zu den Spitzenzeiten nur langsam voran. „Bei der Planung des nächsten CSD werden wir das berücksichtigen“, verspricht Haedke. Auch im kommenden Jahr will die LGBT-Community in der Hansestadt wieder für gesellschaftliche Akzeptanz sowie gegen Ausgrenzung und Hass demonstrieren. Gründe dafür gibt es genug: „In neun Ländern weltweit droht Homosexuellen laut Gesetz die Todesstrafe.

Übergriffe auf Homosexuelle in Bremen

Aus dem Nahen Osten, aus Russland, Afrika und Asien gibt es immer wieder grausame Nachrichten von Verfolgung, Mord und Terror. Und auch in Bremen, gibt es Übergriffe, Hass und Gewalt“, so die Veranstalter. So hätte etwa das Rat-und-Tat-Zentrum für queeres Leben im Ostertor regelmäßig mit Buttersäure-Attacken zu kämpfen. Allein in diesem Jahr sei es bereits zu einer Handvoll Angriffen mit der übel riechenden Flüssigkeit gekommen. „Damit wird uns signalisiert, was man von uns hält“, sagte Eric Neumann, Vorstand des Zentrums, im Vorfeld des CSD. Die Zahl der homophoben Straftaten hat nach Angaben des Bundesinnenministeriums deutschlandweit zugenommen.

Der CSD erinnert an den Aufstand in der New Yorker Christopher Street im Sommer 1969. Damals mündeten gewalttätige Razzien gegen homo- und transsexuelle Gäste einer Bar in Straßenschlachten mit der Polizei. Seitdem wird in New York am letzten Sonnabend des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Umzug an die Ereignisse erinnert. Daraus ist eine weltweite Tradition geworden, im Sommer Demonstrationen für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen abzuhalten.

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