Fachbereich Kunst der Gesamtschule Bremen-Ost präsentiert kreative Vielfalt aus 18 Gruppen „Das Beste vom Besten“

Tenever. Selbst designte Ytong-Skulpturen, kleine Farbträume, bahnbrechende Schwarzlicht-Arbeiten oder mit einem Kugelschreiber gezeichnete Bilder, Märchenkästen, farbenfrohe Variationen auf Leinwand oder lebendig gewordene Pop-Art Figuren – und das sind nur einige der faszinierenden künstlerischen Entwürfe, die in den Schulfluren der Gesamtschule Ost (GSO) zu sehen sind. „Ein zur Ausstellung passendes Zitat von Spongebob hätte ich da: Niemand, nicht einmal deine Mutter, möchte so was sehen”, kommentiert Wolfgang Rußek, Leiter des Fachbereiches Kunst, die Ausstellung scherzhaft.
19.03.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ina Schulze

Selbst designte Ytong-Skulpturen, kleine Farbträume, bahnbrechende Schwarzlicht-Arbeiten oder mit einem Kugelschreiber gezeichnete Bilder, Märchenkästen, farbenfrohe Variationen auf Leinwand oder lebendig gewordene Pop-Art Figuren – und das sind nur einige der faszinierenden künstlerischen Entwürfe, die in den Schulfluren der Gesamtschule Ost (GSO) zu sehen sind. „Ein zur Ausstellung passendes Zitat von Spongebob hätte ich da: Niemand, nicht einmal deine Mutter, möchte so was sehen”, kommentiert Wolfgang Rußek, Leiter des Fachbereiches Kunst, die Ausstellung scherzhaft. Daher freute er sich umso mehr, dass zur Vernissage des Fachbereiches Kunst auch viele Eltern gekommen waren.

Mit einer Auswahl verschiedener Projekte beeindrucken die Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zwölf. In seiner Eröffnungsrede betont Wolfgang Rußek, dass „doch das eine oder andere Sehenswerte dabei“ ist. Diese Ausstellung sei von der Anzahl der beteiligten Klassen sicherlich die größte, die sie je an dieser Schule hatten. In früheren Zeiten waren in der Regel fünf bis maximal zehn Klassen und Kurse beteiligt. „Dieses Mal sind es 18 Gruppen, die sich den Augen der kritischen GSO-Öffentlichkeit aussetzen”, sagt Rußek.

Auch Schulleiter Franz Jentschke hat lobende Worte für die jungen Künstlerinnen und Künstler: „Hier ist einfach wieder das Beste vom Besten.“ Er ist besonders beeindruckt von Malerei nach Picasso, die aus seiner Sicht locker von dem berühmten Maler selbst stammen könnte.

Einige Mädchen aus der 10.2 verteilen Süßigkeiten, die 7.2 serviert Getränke, und das kleine Streichorchester spielte drei folkloristische Stücke unter Leitung von Musiklehrerin Sylvia Klingler.

„Lasst uns spielen“

Adrian aus Ellenerbrok-Schevemoor hat sich mit seiner Klasse 7.2 mit Acryl-Malerei beschäftigt. Es ging um Vorbilder. Für den 13-Jährigen Adrian gehört dazu definitiv der German Lets Play. „Let’s plays“ bedeutet so viel wie „Lasst uns spielen“. Gezeigt werden unter anderem rund 15- bis 40-minütige aufeinander folgenden Spielszenen. „Wenn man die Spiele nicht hat, kann man die Videos wie einen Film anschauen“, sagt Adrian, der bereits selbst Videos produziert. German Lets Play hat um die 1,2 Millionen Abonnenten auf Youtube. Ein Markenzeichen von ihm sind seine weiße Maske und leuchtend grüne Augen. Ein weiteres Vorbild für Adrian ist Dner, ein deutscher Produzent von Webvideos, insbesondere ebenfalls von Let’s Play.

Erik aus Osterholz stammt aus Bayern und hat daher die bayrische Flagge auf seine Leinwand gemalt. Aber auch Wrestler dürfen bei seinen Vorbildern nicht fehlen, genauso wie Figuren aus dem Indie Open-World-Spiel Minecraft. Dort kann der Spieler Konstruktionen aus würfelförmigen Blöcken in einer 3D-Welt bauen und die entsprechenden Ressourcen sammeln. Der 13-Jährige Erik konstruiert dort gerne Häuser, Riesenvillen oder Boote.

Larissa aus Osterholz hat schwierige Gebilde auf ihr Wesentliches reduziert, was gar nicht so einfach gewesen sei. „Ich finde Schildkröten interessant, wegen ihrer Muster“, erklärt die 15-Jährige ihr Kunstobjekt. Zu allererst musste sie die Schildkröte lebensecht malen und dann mit einem Draht lediglich ihre Kontur nach biegen.

Kira aus Osterholz ist mit ihrer Klasse 9.2 in die Welt von Andy Warhol oder Richard Hamilton eingetaucht, und hat praktisch Pop-Art-Selbstversuche gemacht. „Pop-Art ist eine Kunstrichtung mit Punkten und eine neue Art von Kunst“, erklärt die 15-jährige Kira. Ihre Aufgabe bestand darin, ein Bild von Lichtenstein oder Warhol herauszusuchen und sich so schminken zu lassen.

Yasmin aus Tenever hat bei ihrer Variation auf Leinwand hohe Ansprüche an sich und hätte es noch besser machen wollen. Dabei ähnelt ihre Sylvette schon glatt dem Original.

Ein Grundkurs Kunst des 12. Jahrgangs hat aus Plastikbesteck Vögel oder einen großen Eiffelturm konzipiert, die viel Beachtung finden. Turbane waren in einer 11. Klasse eine Arbeitsgrundlage. Der Grundkurs Kunst 14 A bis E wird an dem kommenden Projekt mit der Kammerphilharmonie teilnehmen. Thema der nächsten StadtteilOper wird die Figur des Avicenna/Ibn Sina sein, ein auch heute noch hoch geachteter Arzt, Wissenschaftler und islamischer Gelehrter. Zur kreativen Einstimmung wurden schon einmal Turbane entworfen.

Die Klasse 9.5 hat unter anderem im Deutschunterricht das Tagebuch der Anne Frank durchgenommen. Ergänzend dazu ging es im Kunstunterricht darum, die Situation des Mädchens emotional auszudrücken. Nach Vorarbeiten wurde dann hauptsächlich mit verschiedenen Kreiden gezeichnet.

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