Bremen

Das Fest der Hoffnung

Das Jahr 2016 macht es Sabine Kurth nicht einfach. Vor ihr liegen die wichtigsten Wochen ihres Jahres.
22.12.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Das Fest der Hoffnung
Von Nico Schnurr

Das Jahr 2016 macht es Sabine Kurth nicht einfach. Vor ihr liegen die wichtigsten Wochen ihres Jahres. „Wir haben jetzt wieder Saison“, nennt sie das. „Es ist Jahreshauptversammlung“, sagen ihre Kollegen. Die meisten Menschen sagen einfach: Weihnachten. Im Fall von Sabine Kurth bedeutet das 2016: die größte Herausforderung ihres Berufsjahres.

Kurth ist Pastorin. Sie arbeitet in der evangelischen Gemeinde Walle, und 2016 steht sie wohl mehr denn je vor der Frage: „Wie hole ich die Menschen an Weihnachten ab?“ Unwahrscheinlicher als in diesem Jahr war Weihnachten schließlich schon lange nicht mehr. Wie soll sie von Frieden predigen, wenn die Gedanken der Menschen in Berlin und Aleppo sind? Wie kann sie den Menschen eine Idee nahebringen, die 2016 manchmal so fern scheint?

Gerade deshalb steht für Kurth fest: Sie muss die Weihnachtsgeschichte ins Jetzt holen. Die Menschen aus Walle sollen die Protagonisten ihrer Erzählung sein. Sie will von den alleinerziehenden Müttern und Vätern, verarmten Witwen und jungen Flüchtlingen der Gemeinde berichten. Nach diesem 2016 möchte Sabine Kurth Weihnachten nutzen, um den Menschen aus ihrer Gemeinde zu sagen: „Es gibt Hoffnung.“ Schon aus Prinzip. Mit dieser Botschaft ist sie nicht allein.

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