Dritter Medienkompetenz-Tag in der Volkshochschule informiert über Risiken und Chancen der Selbstdarstellung im Netz

Das Internet sicher nutzen

Bremen. Ein schnelles Selbstporträt hier, ein kleines Video da – die Möglichkeiten und Trends, sich im Internet in Form von Profilen, Fotos und Filmen selbst zu präsentieren, werden immer vielfältiger. Gerade junge Menschen posten, teilen und liken Inhalte in sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen, ohne sich über die möglichen Folgen ihres Tuns Gedanken zu machen.
13.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Alexandra Knief

Ein schnelles Selbstporträt hier, ein kleines Video da – die Möglichkeiten und Trends, sich im Internet in Form von Profilen, Fotos und Filmen selbst zu präsentieren, werden immer vielfältiger. Gerade junge Menschen posten, teilen und liken Inhalte in sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen, ohne sich über die möglichen Folgen ihres Tuns Gedanken zu machen.

Um über Risiken, aber auch über allgemeine Wirkungen und Vorteile der Selbstdarstellung im Internet aufzuklären, veranstaltete die Bremische Landesmedienanstalt (Brema) am Freitag zum dritten Mal den Medienkompetenz-Tag in den Räumen der Bremer Volkshochschule. Mit rund 40 Akteuren der Medienlandschaft aus Bremen und dem Umland, präsentiere das Medienkompetenz-Netzwerk Bremen den Besuchern ein buntes Programm unter dem Titel „Exhibit Yourself“.

An Informationsständen stellten die Beteiligten bestehende Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz vor und tauschten neue Ideen aus. Zusätzlich gab es ein buntes Rahmenprogramm, bestehend aus Kongressen, Vorträgen und öffentlichen Workshops zum Thema.

Zum Einstieg leistete Karsten Wolf, Professor für Medienpädagogik an der Uni Bremen, einen Beitrag zum Thema Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen im Internet. Dabei berichtete er über aktuelle Trends und Gründe der medialen Selbstpräsentation. „Gerade bei jungen Menschen besteht das Risiko, sich im Internet in ein ungünstiges Licht zu rücken“, erklärte er. „Die Selbstdarstellung bringt aber auch Vorteile mit sich, zum Beispiel, indem die eigenen Stärken präsentiert werden.“ Darum sei es gerade für Lehrer und Eltern sehr wichtig, eine gewisse Medienkompetenz zu besitzen, um in Gesprächen mit Heranwachsenden nicht nur den Zeigefinger zu heben, sondern gemeinsam über mögliche Gefahren zu sprechen und diese zu reflektieren.

„Medien bestimmen in der heutigen Zeit unseren Alltag. Um das Geschehen zu steuern ist es daher wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben und sich mit aktuellen Trends auseinanderzusetzen“, betonte Cornelia Holsten, Direktorin der Brema. „In Bremen gibt es ein tolles Netzwerk, das einen wichtigen Beitrag zur Information und Aufklärung der Bevölkerung leistet. Dieses wollen wir in Zukunft noch weiter ausbauen.“ Gerade für den Bereich Medieninklusion wünscht sich Holsten eine noch bessere Vernetzung in der Stadt, zum Beispiel in Form einer engeren Zusammenarbeit zwischen Medien- und Behindertenpädagogen.

Um zukünftige Projekte abzusichern und Kooperationen zwischen Politik und Medien zu erweitern, unterschrieben Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) und Brema-Direktorin Holsten eine Rahmenvereinbarung über einen regelmäßigen Austausch und eine noch engere Zusammenarbeit in der Zukunft.

Des Weiteren zeichnete die Senatorin neun Schulen, die sich schon jetzt in besonderen Maße für die Vermittlung eines sicheren und verantwortungsvollen Umgangs mit dem Internet einsetzen, mit dem Siegel „Internet-ABC-Schule“ aus.

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