Feuerwehr Brundorf rückt sieben Mal vergebens aus / Retter ziehen Bilanz Das Jahr der zahlreichen Fehlalarme

Von Wilhelm Schütte
16.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Wilhelm Schütte

Brundorf. Die Freiwilligen Feuerwehren sind aus den Gemeinden überhaupt nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen nicht nur für Sicherheit, sondern auch für kulturelle Höhepunkte. So auch die Feuerwehr Brundorf, die im vergangenen Jahr bei 16 Einsätzen - davon 14 Brand- und zwei Hilfeleistungseinsätzen - aktiv war.

Ortsbrandmeister Volker Kleppe sprach während der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Eichenhof von 175 Einsatzstunden für das vergangene Jahr. Die insgesamt geleisteten Dienststunden, die von der Feuerwehr Brundorf für die Bürger aufgebracht wurden, bezifferte Kleppe auf 1923. Es hätten einige weniger sein können, wenn nicht gleich insgesamt sieben Mal Fehlalarme, und zwar im Zentrallager der Firma Lidl (vier Mal), bei der Firma Hansafrost (zwei Mal) und in einem Fall sogar durch die Brandmeldeanlage im Altersheim, ausgelöst worden wären. "Wir können vorher nicht wissen, dass es ein Fehlalarm ist und müssen mit großem Aufgebot ausrücken", meinte Ortsbrandmeister Kleppe. Er sprach von menschlichem Fehlverhalten als häufigste Gründe, aber auch Fehlern der Technik. Kleppe führte weiter aus, dass neben den Einsätzen noch zahlreiche Übungen an Gewerbeobjekten, Atemschutz, Hydrantenpflege, Ortsbesichtigungen und dem Umgang mit Fahrzeugen und Gerät durchgeführt wurden. Darüber hinaus

hätten zahlreiche Kameraden an Lehrgängen teilgenommen. Erwähnung fanden auch das Osterfeuer, die Tagesfahrt, das Laternelaufen, das Heringsessen und die Weihnachtsfeier. Von einer ausgeglichenen Kassenlage sprach Jürgen Breuer.

Eine besondere Auszeichnung mit Urkunde und Präsentkorb von den Kameraden, sowie Zinnteller und Urkunde durch die Gemeinde gab es für Hermann Havemeyer. Er gehört der Feuerwehr Brundorf seit 50 Jahren an. 40 Jahre ist Berendt Thalmann dabei, der aber ebenso nicht anwesend sein konnte wie Schriftwart Frank Balzer, der nach 28-jähriger aktiver Dienstzeit in die Altersabteilung wechselt. Befördert zum Feuerwehrmann wurde Carsten Baumann, zur Oberfeuerwehrfrau Anja Breuer und zu Oberfeuerwehrmännern Christoph Baumann und Marc Otten. Die turnusgemäß anstehenden Wahlen brachten nur geringfügige Änderungen: Thomas Wendelken (Gruppenführer und Sicherheitsbeauftragter), Frank Schulte (Stellvertreter), Jürgen Breuer (Kassenwart), Frank Balzer (Schriftwart), Manfred Otten (stellvertretender Schriftwart), Carsten Baumann (Jugendwart).

Von einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Gemeinde sprach Dieter von Bistram, der Abteilungsleiter beim Ordnungsamt. Er hob die erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahl hervor, machte aber auch die Notwendigkeit der Wehr allein wegen der gestiegenen Zahl von Einsätzen und Dienststunden deutlich. Ein Appell zur Wartung der Anlagen und damit einer rückläufigen Anzahl der Fehlalarme erging noch einmal von Arendt Voller, dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister, an die Firmen. Voller sprach davon, dass die immer mehr werdenden Verordnungen und Gesetze den Wehren das Leben zusätzlich schwer machen würden. Die Eigensicherung hob noch einmal Ortsvorsteher und Feuerwehrmitglied Bernhard Wendelken hervor. Die nächsten Termine sind die Dorfreinigung am 2. April (Treffpunkt 9 Uhr Feuerwehrhaus) und das Osterfeuer am 23. April.

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