Historische Kalender vom Weser-Kurier Impressionen aus Bremens Vergangenheit

Auch in diesem Jahr sind die nostalgischen Wandkalender "Bremen damals" mit Aufnahmen aus den 50er- und 60er-Jahren im Pressehaus in der Martinistraße und in den regionalen Zeitungshäusern erhältlich.
14.11.2021, 15:37
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Impressionen aus Bremens Vergangenheit
Von Sigrid Schuer

Viele Bremer und Butenbremer der jüngeren Generation haben heute kaum noch eine Vorstellung davon,wie es in der Hansestadt in früheren Jahrzehnten aussah. Anne Block und ihre Kollegin Anne von der Knesebeck-Wierczoch aus dem Weser-Kurier-Archiv haben nun eine charakteristische, exklusive Auswahl aus dem Foto-Archiv dieser Zeitung getroffen. Abgebildet werden Aufnahmen aus den 1950er- und 1960er-Jahren.

Die gemeinsame Arbeit habe ihnen viel Spaß gemacht, sagt Anne Block. Wer hätte schon gewusst, dass auf dem Theaterberg, dort, wo bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, das große Stadttheater mit seinen drei Rängen stand, eine Blumenfrau an ihrem improvisierten Stand ihre Ware feilbot. Auf dem Bild ist zu sehen, wie sie drei schneeweiße Enten füttert. Auf weiteren frühlingshaften und frühsommerlichen Aufnahmen ist das ebenso beliebte wie belebte Ausflugsziel am Kuhgraben zu sehen sowie der in den 50er-Jahren  gut frequentierte Hohenhorster See in Stuhr.

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Originell auch die Aufnahme, auf der sich ein kurzbehoster Tourist breitbeinig auf die Straßenbahnschienen der Linie 2 und 3 stellt, um den St.-Petri-Dom zu fotografieren. Beklemmend dagegen die Armut, die im Nachkriegs-Bremen im Schnoor herrschte. Das August-Foto zeigt lütte Bremer Butjer mit traurigen Gesichtern.

Schließlich ein Blick in den Bremer Westen: Auf einer Aufnahme ist zu sehen, wie die Jan-Reiners-Lokomotive in Findorff eingeweiht wurde und schließlich der runde Kiosk mit Reiseproviant aller Art und bedruckten Fahrplänen an der Außenseite, der einstmals in der Halle des Bremer Hauptbahnhofes stand. Schön auch die Aufnahme vom Start eines Fesselballons auf dem Neuenlander Feld, über dem gleichzeitig ein Segelflugzeug schwebt.

Der nostalgische "Bremen damals"-Kalender ist im Hochformat zu haben. Im Querformat erhältlich ist dagegen der Jahreskalender 2022 mit Motiven aus dem Überseehafen. Beim Blick auf die vollen Hafenbecken kann den Betrachter schon mal leise Melancholie beschleichen. Auch Nachtaufnahmen sind dabei.

Schlussakkord und letztes Kalender-Blatt: Ein Blick auf den frisch zugeschütteten Übersee-Hafen. Hier hat Anne Block bei der Motivauswahl bereits wie in den Jahren zuvor mit Wilfried Brandes zusammengearbeitet, der für das Kulturzentrum Walle, Brodelpott, das Hafenarchiv im Hafenmuseum, Speicher XI, leitet.

Jeder Monats-Wandkalender im DIN-A3-Format kostet 12,90 Euro, Abo-Card-Preis 11,60 Euro. Erhältlich sind sie im Pressehaus in der Martinistraße und in den regionalen Zeitungshäusern oder online im weser-kurier.de/shop, Telefon (0421) 36716616. 

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