Verleihung im Bremer Rathaus Das sind die Sieger des Denkmalpflegepreises 2016

Geschichte bewahren – diese Aufgabe ist bei Baudenkmälern besonders komplex. Nun wurden all die Menschen ausgezeichnet, die sich um die Pflege von Baudenkmälern im Land Bremen besonders verdient gemacht haben.
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Das sind die Sieger des Denkmalpflegepreises 2016
Von Lisa Schröder

Geschichte bewahren – diese Aufgabe ist bei Baudenkmälern besonders komplex. Nun wurden all die Menschen ausgezeichnet, die sich um die Pflege von Baudenkmälern im Land Bremen besonders verdient gemacht haben.

Geschichte bewahren – diese Aufgabe ist bei Baudenkmälern besonders komplex. Denn Restauratoren, Handwerker, Konservatoren, Hausherren und Architekten müssen gemeinsam eine Lösung finden, um ihr gerecht zu werden. Am Mittwochabend wurden die ausgezeichnet, die sich um die Pflege und Erhaltung von Baudenkmälern in Bremen und Bremerhaven besonders verdient gemacht haben. Alle drei Jahre wird solches Engagement mit dem Bremer Denkmalpflegepreis honoriert.

Eine achtköpfige Jury hatte aus insgesamt 53 Bewerbungen fünf Preisträger in verschiedenen Kategorien gewählt. Einen mit 2500 Euro dotierten Sonderpreis stiftete der WESER-KURIER zusammen mit der Nordsee-Zeitung. Außerdem gab es vier Anerkennungen für ebenfalls herausragende Leistungen. Andrea Pufke, Landeskonservatorin des Rheinlandes, übernahm den Vorsitz der Jury. „Denkmäler müssen wir uns leisten können und wollen“, richtete sie in ihrer Rede einen Appell in Richtung Politik.

Auswahl ist nicht leicht gefallen

Der Bremer Landeskonservator Georg Skalecki stellte die einzelnen Preisträger in seiner Laudatio vor. Es sei nicht leicht gefallen, die Auswahl zu treffen. „Eigentlich hätten alle Bewerber einen Preis verdient.“ In Bremen habe man lange für einen sorgsamen Umgang mit Denkmälern werben müssen. Heute funktioniere die Zusammenarbeit jedoch auf einem hohen Niveau.

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150 Gäste kamen zur dritten Verleihung der Auszeichnung in das Bremer Rathaus. Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz vertrat Schirmherr Bürgermeister Carsten Sieling (beide SPD) und überreichte den Siegern ihre Auszeichnung. Emigholz betonte, dass Denkmäler zur Identität und Geschichte der Menschen gehörten. „Sie sind mehr als das Vergnügen einer übersättigten Gesellschaft.“

Vergeben wird der Preis vom Landesamt für Denkmalpflege und dem Verein Aufbaugemeinschaft in Kooperation mit der Architektenkammer, der Handelskammer, der Handwerkskammer und den Medienpartnern WESER-KURIER und Nordsee-Zeitung.

Besondere Anerkennungen

Vier weitere Bewerber bekamen für ihren Einsatz eine besondere Anerkennung des Bremer Denkmalpflegepreises. Kastens + Siemann Architekten erhielten eine Auszeichnung für die Gestaltung der Union-Brauerei in Walle. Das Gebäude von 1907 stand zuvor zehn Jahre leer. Honoriert wurde der Handwerksbetrieb Brock für die neuen Fenster des Fruchthofs im Breitenweg. Renate Kropp-Hildebrandt bekam eine Anerkennung für den Erhalt des Hofs im Blockland, der seit mehr als 300 Jahren im Besitz ihrer Familie ist. Die Volksbank Bremerhaven wurde für ihren Einsatz um das Wohn- und Geschäftshaus in der Hafenstraße ausgezeichnet.
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