Kinder basteln Modelle für ihren neuen Treffpunkt Hahnenkamp / Ideen werden in Planungen eingearbeitet Das Spielhaus soll cool und bunt werden

Tenever. Wie soll das neue Spielhaus Hahnenkamp aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich am Sonnabend rund 30 Bewohner, Jugendliche und Kinder aus dem Quartier. Sie stellten Mängellisten auf, diskutierten neue Ideen und bastelten an Modellen, die nun in die Planungen eingearbeitet werden sollen.
21.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Melanie Öhlenbach

Tenever. Wie soll das neue Spielhaus Hahnenkamp aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich am Sonnabend rund 30 Bewohner, Jugendliche und Kinder aus dem Quartier. Sie stellten Mängellisten auf, diskutierten neue Ideen und bastelten an Modellen, die nun in die Planungen eingearbeitet werden sollen.

"Das wird eine Kuschelecke", erklärt Vanessa und drückt ein weiteres Kissen aus Knete auf ein riesiges Bett. Ihr Motto: Je mehr Kissen, desto besser. Denn kuschelig muss eine Kuschelecke schließlich sein, damit es sich die Achtjährige mit ihren Freundinnen darin so richtig gemütlich machen können. Lara wünscht sich indes mehr Action im neuen Spielhaus. Ein Trampolin, muss her, unbedingt, damit sie sich richtig austoben kann. "Und weil es cool ist", sagt die Zehnjährige.

Eine Disco soll her

Auch die Vorstellungen der Jungen gehen in dieselbe Richtung. Eine Stunde lang haben Yusuf und Dawid schon an ihrem Disco-Modell gearbeitet. Die Zehnjährigen haben dabei nicht nur an das DJ-Pult, eine Ecke zum Chillen und viele bunte Lampen gedacht, sondern auch winzige Details eingebaut. "Das Gelbe ist Konfetti", erklärt Yusuf die kleinen Flocken aus Knete auf dem rot-grünen Boden. Doch warum eine Disco? Dawid muss nicht lange überlegen, um diese Fragen zu beantworten: "Weil es Spaß macht", antwortet der Zehnjährige wie aus der Pistole geschossen, "und weil wir auch einmal so cool wie die anderen Jugendlichen werden wollen."

Cool und vor allem bunt - so wünschen sich die Kinder ihren neuen Treffpunkt am Ute-Meyer-Weg. Das jetzige Haus ist ihnen viel zu düster und zu klein. Auch eine neue Küche muss her. In der bisherigen, sind sie sich einig, könne man gar nicht richtig kochen. Und auch die Toiletten sind zu alt. "Außerdem fehlt ein großer Raum zum Tanzen, Toben und eine überdachte Fläche im Außenbereich", fasst Christine Helmken vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) die Kritikpunkte zusammen, die rund 30 Teilnehmer zwischen fünf und 58 Jahren bereits am Vormittag auf großen Plakaten festgehalten haben. Das DRK betreibt das Spielhaus.

Gemeinsam mit dem Quartiersmanager Aykut Tasan und dem Team von Spiellandschaft Stadt hat die Mitarbeiterin des DRK die Ideenwerkstatt initiiert, bei der auch der zuständige Architekt noch einmal den Grundriss vorstellte und die Teilnehmer auf einen virtuellen Rundgang durch das neue Gebäude mitnahm. Die Kritik und die Anregungen der Kinder und Jugendlichen sollen nun in die Planungen eingearbeitet werden und ihnen dann erneut vorgestellt werden. "Alles wird sich sicherlich nicht umsetzen lassen", meint Christine Helmken, "aber einiges soll - soweit es möglich ist - umgesetzt werden."

Kosten: 750000 Euro

Das neue Spielhaus am Ute-Meyer-Weg mit verschiedenen Räumen im Kinder- und Jugendbereich soll mit mehr als 370 Quadratmetern Grundfläche doppelt so groß werden wie der derzeitige Bau. Die Kosten liegen bei rund 750 000 Euro. Das Quartiersforum Schweizer Viertel hat die Pläne für den Neubau bereits begrüßt und auch die Kinder freuen sich auf ihren neuen Treffpunkt. "Das wird bestimmt viel schöner als jetzt", sind sich Reyhan und Lara einig.

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