Peter Valtink: Angebot wird gut angenommen Das Viertel braucht seine Suppenengel

Steintor. Wochentags – außer donnerstags – steuern drei Lastenfahrräder der Bremer Suppenengel das Steintor an. Seit knapp zwei Monaten ist der Mecklenburger Platz eine Ausgabestelle des Vereins „Initiative für Obdachlose und Bedürftige“.
06.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Solveig Rixmann

Wochentags – außer donnerstags – steuern drei Lastenfahrräder der Bremer Suppenengel das Steintor an. Seit knapp zwei Monaten ist der Mecklenburger Platz eine Ausgabestelle des Vereins „Initiative für Obdachlose und Bedürftige“. Geschäftsführer Peter Valtink aus dem Buntentor ist damit zufrieden, wie es bisher gelaufen ist. Der Bedarf sei da.

„Das wird natürlich gut angenommen“, sagt der gebürtige Bremer. Am Monatsanfang versorgten sich etwa zehn Leute an dem mobilen Wagen mit Suppe, Salat, Brot und Kaffee. „Spätestens ab dem Fünfzehnten wird es mehr“, sagt Peter Valtink, denn Mitte des Monats werde das Geld knapper. Dann kämen gut 30 Leute zur Essensausgabe. Zur Zielgruppe der „Initiative für Obdachlose und Bedürftige“ gehören nicht nur Menschen, die keine Wohnung haben, sondern beispielsweise auch Ältere, deren Rente zum Leben nicht ausreicht, oder Bezieher von Sozialleistungen.

Die Anregung, eine Ausgabestelle im Viertel einzurichten, kam von den Nutzern selbst. Menschen, die auf die Hilfe der Bremer Suppenengel angewiesen sind, hatten nach einem Platz im Viertel gefragt, weil ihnen der Weg zu den etablierten Ausgabestellen auf dem Bahnhofsplatz und am Herdentorsteinweg beim Wilhelm-Kaisen-Denkmal zu weit war. Der Verein kam diesem Wunsch nach. Bei einem Angrillen im Juni konnten sich die Nachbarinnen und Nachbarn des Platzes über die Arbeit der Bremer Suppenengel und das Vorhaben auf dem Mecklenburger Platz informieren.

Klagen über die Ausgabestelle hat es aus der Nachbarschaft bisher nicht gegeben. Die Suppenengel seien mit der Polizei, dem Stadtamt und dem Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt im Gespräch, sagt Peter Valtink. „Alle haben gesagt, dass keine Beschwerden gekommen sind.“ Ortsamtsleiterin Hellena Harttung hat das Vorhaben von Anfang an unterstützt.

Vorerst bleibt die mobile Ausgabestelle auf dem Mecklenburger Platz bestehen. „Bis zur Wintersaison werden wir das weitermachen“, sagt Peter Valtink. Dann ziehen die Bremer Suppenengel in eine feste Kantine im Lloydhof. Freiwillige Helferinnen und Helfer können sich immer einbringen, Schüler und Studenten können auch ein Praktikum bei dem Verein machen, der seinen Sitz am Kirchweg in der Neustadt hat. Schon jetzt suchen die Suppenengel gebrauchte Schlafsäcke, warme Herrenjacken und Herrenstiefel, aber auch Spenden für ein Transportrad mit Elektromotor.

Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins „Initiative für Obdachlose und Bedürftige“ und den Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.suppenengel.de. Ansprechpartner zum Thema Spenden ist Peter Valtink, erreichbar unter Telefon 14 91 88 75.

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