Seebühne vor dem Start Projekt mit Strahlkraft

Die Seebühne nimmt am 2. Juli mit einem Konzert von "Element of Crime" an der Waterfront den Betrieb auf. Geplant sind 57 Veranstaltungen bis zum 22. August.
01.07.2021, 19:24
Lesedauer: 2 Min
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Projekt mit Strahlkraft
Von Sigrid Schuer

Pünktlich zum Pressetermin öffnet der Himmel über der "Waterfront" seine Schleusen. Dass der Name Waterfront in den nächsten sieben Wochen nicht in diesem Sinne zum Programm werden möge, darauf hofft Jörn Meyer, Geschäftsführer der Seebühne und des Metropol Theaters. Aber er ist da durchaus optimistisch: "Der Juli ist der stabilste Sommer-Monat". Optimismus ist angebracht, denn auf eine Überdachung der Sitzplätze ist verzichtet worden, um dem Publikum auf Augenhöhe mit den Künstlern eine möglichst unverbaute Sicht zu ermöglichen. Aber dieses Risiko gehen ja auch Freiluft-Festspiele wie in Bregenz ein.

Inzwischen ist auch Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) angekommen, muss allerdings wie alle, die an dem Gespräch auf der Bühne mit Blick auf die Hafenanlagen teilnehmen, erst einmal einen Corona-Schnelltest machen. Inzwischen sind die Regeln entschärft: Alle 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Seebühne pro Vorstellung fasst, müssen aktuell weder ihr Impfzertifikat noch einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen.

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"Ohne das Land Bremen hätten wir das nicht stemmen können", sagt Jörn Meyer. Wirtschaftssenatorin Vogt hat zu dem insgesamt über zwei Millionen Euro teuren Seebühnen-Projekt mit seinen 57 Veranstaltungen 353.000 Euro beigesteuert, aus dem drei Millionen Euro schweren Unterstützungstopf, die sie für die kulturelle Sommersaison aufgelegt hat. Vogt steht nach eigenem Bekunden hinter der von der Corona-Krise besonders hart getroffenen Veranstaltungsbranche: "Kunst- und Kultur haben in unserer Wegwerf-Gesellschaft einen Wert und sind nicht umsonst".

Für sie besitzen der jüngst ausgezeichnete Club 100 im Pier 2 und eben auch die Seebühne bundesweite Strahlkraft. Um solche Formate finanziell unterstützen zu können, habe sie nicht zuletzt auf Bundesebene bei der Wirtschaftsministerkonferenz "dicke Bretter bohren müssen". Nun schauten die Ministerien aus immer mehr Bundesländern auf die Referenzprojekte in Bremen, um die Konzepte auch für sich zu übernehmen, berichtet Kristina Vogt.

Jörn Meyer hatte schon vor zwei Jahren die Idee, die Seebühne – einst von Ex-Theater-Intendant Hans-Joachim Frey erdacht – wieder zu beleben, allerdings mit einem Mix aus Klassik, Pop, Jazz und Comedy. Kirsten Jackenkroll, Managerin des Einkaufscenters Waterfront, ist begeistert: "Ich wünsche mir, dass die Seebühne eine feste Institution wird, denn wir möchten damit auch die Verweildauer in der Waterfront gern steigern". Meyer hofft im Sommer 2022 auf eine volle Seebühnen-Auslastung von 3200 Plätzen pro Veranstaltung, die sich dann wirtschaftlich rechnen würde. Dann könnte er ohne finanzielle Unterstützung seitens des Senates auskommen, unterstreicht er.

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