Wilhelm-Olbers-Schule und Stadtbibliothek eröffnen E-Lounge / Hemelinger können Angebot nutzen

Das Wissen ist nur einen Mausklick entfernt

Hemelingen. Als zweite Schule in Bremen hat die Wilhelm-Olbers-Schule eine E-Lounge. Das Informationsportal bietet den Zugang zu vielen Datenbanken.
18.10.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Solveig Rixmann
Das Wissen ist nur einen Mausklick entfernt

Eröffnen die E-Lounge: (von links): Daniel Tepe (Content-Manager der Stadtbibliothek), Lehrer Daniel Weber, Petra Perplies (Schulleiterin der Wilhelm-Olbers-Schule) und Erwin Miedtke (Stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek).

Petra Stubbe

Hemelingen. Als zweite Schule in Bremen hat die Wilhelm-Olbers-Schule eine E-Lounge. Das Informationsportal bietet den Zugang zu vielen Datenbanken.

Vor der Bibliothek der Wilhelm-Olbers-Schule schleichen Jugendliche auf und ab, werfen einen Blick durch die Glastüren, drehen erneut eine Runde, um noch einmal unauffällig zu schauen, ob sie vielleicht unbemerkt reinschlüpfen können. Doch der Zugang ist an diesem Vormittag nur geladenen Gästen und den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7s vorbehalten. In der Schulbibliothek wird die neue E-Lounge eröffnet.

Die E-Lounge ist ein Informationsportal speziell für Schülerinnen und Schüler, das in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek entstanden ist. Mit einem Mausklick können jetzt umfangreiche, digital zur Verfügung stehende Informationen an die Schule geholt werden. Nach der Oberschule in der Ronzelenstraße hat nun auch die Wilhelm-Olbers-Schule als zweite Schule in Bremen Zugriff auf viele Datenbanken. "Alle arbeiten gerne mit Medien und im Internet, aber die Inhalte müssen stimmen", sagt Erwin Miedtke, stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek.

Zwölf neue Computer stehen den Schülerinnen und Schülern für die Recherche zur Verfügung. Alles was sie brauchen ist ein Passwort und schon haben sie Zugang zum Online-Angebot der Stadtbibliothek und zu zahlreichen Datenbanken – Fachzeitschriften beispielsweise, 1700 tagesaktuellen Zeitungen in 40 Sprachen, dem Munzinger-Archiv oder Kindlers Literaturlexikon. Außerdem haben die Jugendlichen die Wahl zwischen 17000 E-Books, die sie sich zeitlich begrenzt auf die Festplatte laden können. Gleich neben der Bibliothek schließt sich der "Konferenzraum" an. Dort können Arbeitsgruppen über einen großen Monitor Ergebnisse präsentieren und diskutieren. "Die E-Lounge bringt die Stadtbibliothek direkt zu euch in die Schule", sagt Erwin Miedtke. Die Schülerinnen und Schüler müssen nicht mehr bis in die Innenstadt fahren, um das Angebot zu nutzen. Angesichts der steigenden zeitlichen Beanspruchung der Jugendlichen durch den Ganztagsunterricht und die steigenden Anforderungen ist das ein wirklicher Gewinn.

"Was wir halt hoffen ist, das Digitale, die Medienkompetenz zu stärken", sagt Lehrer Daniel Weber, der das Projekt mit initiiert hat. Der Umgang mit digitalen Inhalten ist eine der Schlüsselkompetenzen der heutigen Zeit. Mit der E-Lounge sollen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeiten erwerben, elektronische Medien gezielt im Schulalltag einzusetzen. Die E-Lounge steht der gesamten Schülerschaft offen. Auch im Unterricht kann, dank der ausreichenden Anzahl an Computern, Recherche in der E-Lounge betrieben werden. Dann muss in Paaren gearbeitet werden.

"Das war eines der schönsten Projekte, die ich seit langem gemacht habe", sagt Schulleiterin Petra Perplies. Sie freut sich über die vielen Akteure, die sich für die Schule eingesetzt haben. Daniel Tepe, Content-Manager der Stadtbibliothek, habe immer vermittelt, dass alles funktionieren werde. Ideen wurden zügig umgesetzt und nichts schien unmöglich, auch wenn dem vielleicht nicht so war. Viele der Datenbanken, auf die die Schülerinnen und Schüler Zugriff haben, kosten Geld. Die Kosten für diese Lizenzen hat die Stadtbibliothek übernommen. Der Schulverein hat Geld aufgebracht, damit die Arbeitsplätze mit neuen Möbeln ausgestattet werden können. Die E-Lounge wäre auch nicht möglich gewesen, wenn keine Computer und Anschlüsse zur Verfügung stünden. Deren Anschaffung hat das Bildungsressort übernommen.

Die Wilhelm-Olbers-Schule versteht sich als Teil des Stadtteils. Wie bereits die Schulbibliothek, können die Bewohner im Stadtteil auch Zugang zum neuen digitalen Angebot bekommen. Wer sich einen Gastzugang geben lässt, kann die umfangreichen digitalen Dienste nutzen.

Heute bietet die Wilhelm-Olbers-Schule ihren Jugendlichen einen Praktikumsparcours als frühzeitige Orientierungshilfe für den Übergang von Schule in den Beruf. Unterstützt wird die Messe vom Stadtteilmarketing, der Stadtteil-Stiftung und job4u.

Wilhelm-Olbers-Schule, Drebberstraße 10 , Telefon 36159539, Schulbibliothek 361 3296. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, Freitag:8 bis 14 Uhr .

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