Quiz Testen Sie ihr Wissen zum Handwerk im Land Bremen

Wie ist das Handwerk im Land Bremen organisiert, welche Handwerksberufe gibt es und wie ist die Ausbildungssituation? Wir haben die Antworten auf diese Fragen zusammengetragen. Dazu gibt es auch noch ein Quiz.
26.10.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Testen Sie ihr Wissen zum Handwerk im Land Bremen
Von Patricia Friedek

Zusammen ist man stärker als allein. Das ist eine Binsenweisheit, die vielen Institutionen zugrunde liegt: Parteien, Gewerkschaften, Vereinen zum Beispiel. Oder eben auch Innungen, den Nachfolgerinnen der Zünfte, also der Interessensvertretungen für Handwerksberufe. "Je größer ein Verband ist, desto mehr wird er gehört", davon ist Dietrich Penz überzeugt. Er ist Obermeister in einer der kleinsten Innungen von Bremen: Der der Fotografen. Fünf Mitgliedsbetriebe zählt sie, plus einen Gastbetrieb aus Niedersachsen. Die größten Innungen haben mehr als 100 Mitglieder, unter ihnen zum Beispiel die KfZ-Innung.

Dementsprechend sei es für die Fotografen schwierig, wahrgenommen zu werden, erklärt Penz. In ihrem Beruf sei es so, dass es keinen Meisterzwang gebe – und sich jeder Fotograf somit selbstständig machen könne. Viele arbeiteten in Kleinstunternehmen ohne Mitarbeiter und bildeten nicht aus, würden daher nicht den finanziellen Aufwand betreiben wollen, einer Innung beizutreten. 220 Euro kostet die Mitgliedschaft in der Fotografeninnung, Betriebe mit über zehn Mirarbeitern müssen noch einen Aufschlag von 60 Euro zahlen. Doch davon gebe es unter den Fotografen so gut wie keine, sagt Penz.

Als Ausbildungsbetrieb gibt es für Innungsmitglieder gewisse Vorzüge: Die Prüfungsgebühren sind niedriger oder man hat Mitspracherecht bei der Terminabstimmung, denn aus der Innung entstehe der Prüfungsausschuss, erklärt Penz. Aber auch abgesehen davon sei die Mitgliedschaft in einer Innung ein Qualitätsmerkmal für einen Betrieb. "Man bekommt Beratungen in der Handwerkskammer, man hat den direkten Austausch mit seinen Kollegen, der eine hilft dem anderen", zählt er weitere Vorteile auf.

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Da Dietrich Penz selbst Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Vorstand der Fotografeninnung ist, beläuft sich sein zeitlicher Aufwand auf zehn bis 15 Stunden im Monat. Für die anderen Mitgliedsbetriebe seien das höchstens ein oder zwei Stunden, etwa für Versammlungen. "Früher haben wir auch gemeinsam Fotoausstellungen besucht oder haben zusammen mit der Berufsschule Fahrten organisiert, um einen anderen Blickwinkel zuu bekommen", erinnert er sich. Früher habe man sich auch häufiger bundesweit mit anderen Interessensvertretungen getroffen – heute komme es noch ab und zu vor, dass der Zentralverband zu einer größeren Versammlung einlädt, erzählt Penz. 

Die Fotografeninnung gibt es seit 1934. Damit gehört sie zu den jüngeren Innungen – der Großteil wurde bereits im 19. Jahrhundert gegründet.

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