Beirat fordert Hilfe für Bewohner

Debatte über Schlichthäuser

Am Sacksdamm droht der Komplettabriss der sogenannten Schlichthäuser. Der Beirat Hemelingen fordert die Baubehörde nun einstimmig dazu auf, die Anwohner bei der Durchsetzung ihrer Mieterinteressen zu unterstützen.
15.08.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christian Hasemann
Debatte über Schlichthäuser

Von außen beinah idyllisch, aber innen ohne Zentralheizung und manchmal auch ohne Warmwasser oder Bad: die Schlichthäuser am Sacksdamm in Sebaldsbrück.

Petra Stubbe

Am Sacksdamm droht der Komplettabriss der sogenannten Schlichthäuser. Der Beirat Hemelingen fordert die Baubehörde nun einstimmig dazu auf, die Anwohner bei der Durchsetzung ihrer Mieterinteressen zu unterstützen.

In einem einstimmigen Beschluss fordert der Beirat Hemelingen die Baubehörde auf, die Anwohner der von Abriss bedrohten Schlichthäuser in Sebaldsbrück bei der Durchsetzung ihrer Mieter- und Bürgerinteressen zu unterstützen und sich für eine Zwischennutzung schon leer stehender Häuser einzusetzen.

Zuvor hatte Tim Tebbe, stellvertretender Regionalleiter des Immobilienunternehmens Vonovia, in deren Besitz sich die Häuser in den Straßen Am Sacksdamm und Alte Landwehr befinden, die Abrisspläne auf der Sitzung des Beirats Hemelingen bekräftigt. Die Vonovia versuche aber, im gemeinsamen Gespräch für jeden Mieter eine passende Wohnalternative zu finden, sagte Tebbe. Vereinzelt hätten sich schon Einigungen erzielen lassen. Bewohner dagegen berichteten, dass die angebotenen Wohnungen zum Teil in einem noch schlechteren Zustand seien als die Schlichthäuser.

Beiratsmitglied Ralf Bohr (Grüne) schlug eine Zwischennutzung der schon leer stehenden Wohnungen vor. „Eine Zwischennutzung sehen wir als nicht sinnvoll an“, so Tim Tebbe. Gerhard Scherer (CDU) brachte als Kompromiss eine Teilsanierung ins Spiel, mit der Möglichkeit, dass die Bewohner dort wohnen bleiben können. „Aus unserer Sicht lassen sich diese Häuser nicht mehr technisch und sinnvoll sanieren“, so die Einschätzung des stellvertretenden Regionalleiters zum Zustand der Häuser. Ein Kompromiss sei außerdem dadurch geschlossen worden, dass ein Teil der Siedlungen – die Reihersiedlung in Oslebshausen – verkauft und erhalten werden solle.

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