Bremen Demo für den Krisendienst

Mit der Forderung, den nächtlichen psychiatrischen Krisendienst sofort wieder einzurichten, haben sich am Dienstag rund 40 Demonstranten vor dem Siemenshochhaus an Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) gewandt. Initiator Jürgen Busch überreichte Listen mit knapp 800 Unterschriften von Psychiatrieerfahrenen, Fachleuten, Behindertenvertretern und anderen Unterstützern.
22.06.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Demo für den Krisendienst
Von Antje Stürmann

Mit der Forderung, den nächtlichen psychiatrischen Krisendienst sofort wieder einzurichten, haben sich am Dienstag rund 40 Demonstranten vor dem Siemenshochhaus an Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) gewandt. Initiator Jürgen Busch überreichte Listen mit knapp 800 Unterschriften von Psychiatrieerfahrenen, Fachleuten, Behindertenvertretern und anderen Unterstützern. Laut Quante-Brandt ist Bremen dabei, die Versorgung psychisch kranker Menschen zu verbessern. Dafür stelle der Senat im Haushalt zusätzlich 1,2 Millionen Euro bereit. Die Senatorin räumte ein, dass nachts „eine telefonische Erreichbarkeit da sein muss“. Diese und andere Angebote will die Gesundheitsbehörde künftig an externe Träger vergeben. „Wir versuchen die Ausschreibungen so schnell wie möglich herauszugeben“, versicherte Quante-Brandt. Noch im Laufe dieses Jahres sollen Menschen mit psychischen Krisen auch wieder zwischen 21 und 8 Uhr psychiatrisch geschultes Personal erreichen können, ohne zu Hause von der Polizei abgeholt oder in die Klinik gebracht zu werden. Dies verstoße gegen die Menschenwürde, schimpfte eine Demonstrantin. „Diese Menschen brauchen vertrauenswürdige, sachkundige und schnelle Hilfe“, appellierte Udo Schmidt von „Selbst aktiv – behinderte Menschen in der SPD“.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+