Tanzaktion auf dem Marktplatz Demo gegen Gewalt an Frauen

Bremen. Unter dem Motto "Streikt, steht auf und tanzt" wollen zwei Bremerinnen am Donnerstag, 14. Februar, mit vielen Menschen gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und gegen Sexismus demonstrieren. Die Aktion ist Teil der Kampagne "One Billion Rising".
13.02.2013, 15:00
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Demo gegen Gewalt an Frauen
Von Max Polonyi

Bremen. Unter dem Motto "Streikt, steht auf und tanzt" wollen zwei Bremerinnen am kommenden Donnerstag, 14. Februar, mit vielen Menschen gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und gegen Sexismus demonstrieren. Die Aktion, die am Valentinstag um 16 Uhr auf dem Marktplatz stattfindet, ist Teil der Kampagne "One Billion Rising" (eine Milliarde erheben sich), die ursprünglich aus den USA stammt. Weltweit sollen in rund 200 Ländern zur gleichen Zeit eine Milliarde Frauen für ihre Rechte demonstrieren.

"Statistisch wird jeder dritten Frau im Laufe ihres Lebens massive Gewalt angetan", sagt Edda Lorna, die die Aktion gemeinsam mit der Tanz- und Theaterpädagogin Prisca Samani organisiert. "Symbolisch soll so auf der ganzen Welt jede dritte Frau aufstehen und demonstrieren, daher die eine Milliarde."

Die Idee zu "One Billion Rising" stammt von der amerikanischen Feministin Eve Ensler. Weltweit wollen sich über 5000 Organisationen an der Veranstaltung beteiligen. Die Aktion hat zahlreiche prominente Unterstützer wie den Dalai Lama oder die Schauspieler Jane Fonda und Robert Redford.

Prisca Samani und Edda Lorna haben sich für die Aktion in der Hansestadt ein spezielles Programm ausgedacht. "Wir wollen gemeinsam auf dem Marktplatz tanzen", so Lorna, "denn das ist eine Form, Emotionen auszudrücken." Tanzpflicht bestehe natürlich nicht: "Jeder kann seine passende Form der Demonstration auswählen, und wer möchte, mit dem erlernen wir gemeinsam die Choreografie", so Samani.

Teil der Veranstaltung soll auch eine Lesung von Edda Lorna sein. "Ich will eine Art Ansprache halten, bei der sich die Zuhörer eine Welt vorstellen sollen, in der Mädchen und Frauen wertgeschätzt werden, geachtet werden und selbstbestimmt leben können", so Lorna. "Denn wenn man sich vorstellt, wie sich eine Situation verbessert, dann ist der erste Schritt bereits getan."

Zu der Veranstaltung am Valentinstag sollen aber nicht nur Frauen kommen, die für ihre Rechte eintreten wollen, sondern auch deren Männer. "Wir brauchen Männer, die Mut haben, zu ihrer Sensibilität zu stehen, und sich für ihre Mütter, Frauen und Töchter einsetzen", sagt Samani. "Jeder ist herzlich eingeladen."

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