Familie fordert Kleinkind zurück Demo gegen Sorgerechtsentzug

Ein Säugling befindet sich in der Obhut des Jugendamtes – zu Unrecht finden seine Großeltern. Sie haben deshalb am Montag mit zehn Bekannten vor dem Rathaus und dem Amt für Soziale Dienste demonstriert.
24.02.2015, 00:00
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Demo gegen Sorgerechtsentzug
Von Nikolai Fritzsche

Im vergangenen Oktober berichtete unsere Zeitung über einen Säugling namens Christian und seine Eltern Bozena Salehi und Florian Orlowski. Der inzwischen knapp neun Monate alte Junge befindet sich nach wie vor in der Obhut des Jugendamts.

Die Eltern von Florian Orlowski, Sabine und Rüdiger, haben am Montag mit zehn weiteren Personen aus ihrem privaten Umfeld vor dem Amt für Soziale Dienste, dem Sitz der Senatorin für Soziales und vor dem Rathaus demonstriert. Sie verteilten Flugblätter, auf denen sie die Ereignisse seit Christians Geburt am 3. Juni 2014 aus ihrer Sicht schildern. Der Vorwurf der Familie: Das Amt für Soziale Dienste enthalte den Eltern ihr Kind unrechtmäßig vor.

Vorwurf: Gericht verschleppe Entscheidung über Sorgerecht

Sabine Orlowski sagt, ihr Sohn habe sein Kind seit fünf Monaten nicht gesehen. Der kleine Christian sei bei einer Pflegefamilie, wo, das wüssten sie nicht. Florian Orlowski habe am 19. Dezember das Sorgerecht für seinen Sohn beantragt. Dieses hatte er nicht ab Geburt, weil die Mutter noch mit einem anderen Mann verheiratet war. Die Familie wirft dem Gericht vor, die Entscheidung über das Sorgerecht zu verschleppen. Laut Sabine Orlowski ist es der Wunsch der Mutter, dass das Kind bei seinem Vater lebe. Christians Eltern seien kein Paar mehr.

Das Sozialressort verwies gestern auf das Familiengericht, bei dem der Fall derzeit liege. Das Gericht war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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