Polizei: Keine Zwischenfälle Demo für Israel auf dem Bremer Marktplatz

Mehrere Hundert Teilnehmer haben am Sonntagnachmittag unter dem Motto "Solidarität mit Israel" auf dem Bremer Marktplatz demonstriert. Die Kundgebung verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle.
16.05.2021, 19:12
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Demo für Israel auf dem Bremer Marktplatz
Von Frank Hethey

Unter dem Motto „Solidarität mit Israel“ haben am Sonntagnachmittag mehrere Hundert Menschen auf dem Bremer Marktplatz gegen die Raketenangriffe der Hamas demonstriert. Die Polizei sprach von 250 bis 300 Teilnehmern, der Veranstalter von 350. Zu Störungen kam es nach Polizeiangaben während der einstündigen Kundgebung nicht.

Zu der Demonstration hatten die Deutsch-
Israelische Gesellschaft (DIG) Bremen/Unterweser und die Jüdische Gemeinde aufgerufen. Israel habe das Recht und die Pflicht sich zu verteidigen, sagte DIG-Vorsitzender Hermann Kuhn. Schon seit Langem stachele die Hamas die Araber auf, auch junge arabische Israelis. „Die Hamas will den Bürgerkrieg.“ Kuhn wandte sich gegen Judenhass bei Free Palestine-Kundgebungen, bei denen Juden angegriffen und Synagogen bedroht würden. Das habe es in Bremen „diesmal so nicht gegeben, es blieb bei Worten, gefährlich genug, aber immerhin“, sagte er unter Anspielung auf die pro-palästinensische Demonstration am Donnerstag.

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Auch Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff (CDU) warnte vor antisemitischen Tendenzen. Aus privaten Gründen hatte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) seine Teilnahme abgesagt, aber eine Grußbotschaft geschickt. In dieser erklärte er, dem Antisemitismus müsse ebenso wie dem Nationalismus, Rassismus und dem Schüren religiösen Hasses entschlossen begegnet werden. Der stellvertretende Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Grigori Pantijelew, forderte die palästinensische Gemeinde zum Dialog auf. Der eben erst aus Israel zurückgekehrte Landesrabbiner Shimon Teitelbaum berichtete, er habe auf dem Weg zum Flughafen zweimal im Bunker Zuflucht suchen müssen.

Die Atmosphäre in Bremen sei „sehr angenehm“ gewesen, sagte Kuhn, die Teilnehmer hätten „sehr konzentriert“ zugehört. Am Nachmittag stellte die Polizei anti-israelische Parolen an einem Schulgebäude in der Neustadt fest und nahm Ermittlungen auf.

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