Reisetagebuch Ecuador Teil 9 Der beste Freund des Menschen - Hunde in Ecuador

Tumbaco . Etwa 14 Millionen Menschen leben in Ecuador und ich glaube, dass es doppelt so viele Hunde gibt. Denn etwa 90 Prozent der Leute hier haben einen Hund. Viele besitzen auch drei oder vier.
08.05.2010, 10:27
Lesedauer: 1 Min
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Von Ronja Bomhoff

Tumbaco . Etwa 14 Millionen Menschen leben in Ecuador und ich glaube, dass es doppelt so viele Hunde gibt. Denn etwa 90 Prozent der Leute hier haben einen Hund. Viele besitzen auch drei oder vier.

Warum so viele Ecuadorianer einen oder mehrere Vierbeiner haben, ist mir nicht ganz klar. Als Wachhunde werden nur wenige gebraucht. Viele halten sich kleine Rassen, anscheinend nur zum Liebhaben.

Hier in Tumbaco ist es unkompliziert, einen Hund zu haben. Gassi gehen muss man nicht oft, denn die Innenhöfe und Gärten sind groß genug. Auf gut erzogene Hunde legen die Ecuadorianer aber keinen Wert. Befehle wie „Sitz“ und „Platz“ haben die Vierbeiner noch nie gehört.

Viele Hunde in Ecuador haben ein schönes Zuhause. Mindestens genauso viele leben aber auch auf der Straße. Dass diese Hunde Streuner sind, habe ich nicht gesehen, bis es mir gesagt wurde. Sie sehen nicht abgemagert aus und scheu sind sie auch nicht.

Anscheinend finden sie genug zu essen und die meisten Menschen ignorieren sie einfach. Ganz nach dem Motto leben und leben lassen. Gewalttätig gegenüber den Tieren sind nur wenige. Nur einmal habe ich gesehen, dass ein Hund von einem Kind gehauen wurde. Viele Ecuadorianer kennen die Hunde, die auf der Straße leben und haben ihnen Namen gegeben.

So auch in der Schule, in der ich arbeite. Mehrere Hunde haben die Schule als ihr Zuhause- und die Kinder als ihre Spielgefährten ausgesucht. Zwei Hunde leben immer dort. Einen haben die Kinder Ravinho genannt, den Namen der Hündin vergesse ich immer. Die beiden Hunde empfangen den Schulbus, mischen sich beim Fußball- und Frisbee spielen ein und hoffen beim Essen darauf, dass die Kinder etwas fallen lassen oder ihnen was abgeben.

An manchen Tagen sind bis zu zehn Hunde an der Schule. Aber nicht alle werden von Ravinho akzeptiert und dann lautstark vertrieben. Katzen und Hunde werden hier nicht kastriert oder sterilisiert, weswegen sie sich ständig vermehren. Auch die Hündin an der Schule erwartet Nachwuchs. Es scheint ihr aber nicht gut zu gehen. Sie ist ganz dünn und sieht schwach aus. Dass ihre Welpen überleben werden, kann man nur hoffen.

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