Reihe „Stadt.Teil.Film“ im City 46 zeigt dokumentarische Beiträge aus und über Hemelingen, Osterholz, Vahr und darüber hinaus

Der Bremer Osten im Kino

Bremen. Die unterschiedlichen Stadtteile machen Bremen lebendig, viele Bewohner identifizieren sich stark mit ihrem Quartier. Und deshalb gibt es auch reichlich Filmmaterial von Bremern und Bremerinnen, die ihren Stadtteil und dort lebende Menschen porträtieren.
12.03.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von JOSCHKA SCHMITT

Die unterschiedlichen Stadtteile machen Bremen lebendig, viele Bewohner identifizieren sich stark mit ihrem Quartier. Und deshalb gibt es auch reichlich Filmmaterial von Bremern und Bremerinnen, die ihren Stadtteil und dort lebende Menschen porträtieren. Und das ist keineswegs ein neues Phänomen, wie ein Blick in die Sammlungen von Radio Bremen oder das Landesfilmarchiv beweist. Daraus speist sich die Reihe „Stadt.Teil.Film“, die das Kommunalkino City46 unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Jens Böhrnsen und in Kooperation mit dem Landesfilmarchiv, Radio Bremen und dem WESER-KURIER initiiert hat.

Nach einem übergreifenden Auftakt und Filme über den Bremer Westen geht die Serie nun in die dritte von insgesamt sechs Runden. Diese Ausgabe widmet sich Bremen Ost mit den Stadtteilen, Hemelingen, Osterholz, der Vahr sowie Borgfeld, Horn-Lehe, Oberneuland und Schwachhausen. 18 Filmbeiträge werden gezeigt, wie ein Puzzle soll so Stück für Stück ein Bild des Bremer Ostens mit seinen abwechslungsreichen Stadtteilen zusammengesetzt werden.

Einer der Filmer ist Rolf Diehl, auch bekannt als rasender Reporter in der Vahr. Der 72-Jährige produziert mit dem „Vahreport“ eigene Nachrichten aus und über seinen Stadtteil, die an jedem zweiten Dienstag im Radio Weser TV laufen. Bei seinen Produktionen ist er als Ein-Mann-Team zugleich Redakteur, Kameramann, Cutter, Texter, Tontechniker und Moderator. Seine Frau Erika unterstützt ihn dabei nach Kräften, hält etwa das Mikrofon oder eine zweite Kamera. In einem amüsanten Porträt wird Rolf Diehl bei allen Facetten seiner Arbeit gezeigt.

Die Radio Bremen Dokumentation „Architektour III – Eine Großsiedlung als Modell – Die neue Vahr“ gewährt spannende Einblicke in die Architektur des 20. Jahrhunderts.

Osterholz-Tenever ist mit gleich drei Beiträgen vertreten. Edina Medra zeigt Teile ihres Dokumentarfilms „Stadtteilrundfahrt Tenever“ von 2004, aktuelle Beiträge beschäftigen sich mit Gegenwart und Zukunft des einstigen Problemquartiers. Dazu zählt die Kurzdoku „Früher lagen hier Junkies – Was wurde aus Bremen-Tenever?“ aus dem vergangenen Jahr, ebenso wie ein Clip über das „Hoodtraining“. Die Initiative hat ein sportliches Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche geschaffen und zeigt den Aufschwung Tenevers.

Auf die Spuren des Hemelinger Autobauers Borgward begibt sich Peter Kurze mit einer Kurzdokumentation. Gegenstand eines Experimentalfilms und eines Timelapse-Clips von Joachim Hofmann ist das alte und neue Wasserwerk. Der Buten-un- Binnen-Fundus hält weitere Beiträge über Hemelingen und Borgfeld bereit. Ein zweiter Beitrag von Edina Medra zeigt die Partizipation Jugendlicher bei der Umgestaltung des Stadionbads im Jahr 2007.

Etwas beschaulicher geht es in „Oberneuland – Einst ein Dorf“ zu. Ausschnitte der Dokumentation des Bürgervereins Oberneuland-Rockwinkel präsentiert Kay Entholt.

Für Schwachhausen erzählt Wolfgang Janzas neuer Film „Benques Vermächtnis“ die Geschichte des Bürgerparks, eine Radio Bremen-Dokumentation berichtet über den Friedhof Riensberg.

Der Bremer Dokumentarfilmer Jörg Streese zeigt Ausschnitte seines „Traum des Gerold Janssen“ von 2006 über den bekannten Naturschutz-Aktivisten aus Horn-Lehe. Ebenfalls um diesen Stadtteil dreht sich ein Beitrag der Buten-un-Binnen- Reihe „Tausend Meisterwerke“ von Dirk Blumenthal, der absurde Bauwerke in Form von Kunstkritiken persifliert.

Die Idee der Stadt.Teil.Film-Reihe kommt gut an, die erste Vorstellung am 13. März ist längst ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es jedoch bereits zwei Zusatztermine am 17. und 18. März. Sollte sich dieser Andrang fortsetzen, könnte eine Reihe folgen, bei der dann jeweils einzelne Stadtteilen im Mittelpunkt stehen.

Die Filme über den Bremer Osten in der Reihe „Stadt.Teil.Film“ werden am Dienstag, 17. März, und Mittwoch, 18. März, um 18 Uhr im City46, Birkenstraße 1, gezeigt Für Kartenbestellungen ist das Kino unter der Nummer 95 79 92 90 erreichbar. Am Freitag, 19. Juni, wird die Reihe mit Filmen über den Bremer Norden fortgesetzt.

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