Kommentar über den Bremer Domshof Bremer Domshof: Die Probleme werden zerredet

Die Probleme werden nicht angepackt, sondern zerredet. Da ist der Domshof leider nicht der einzige Fall in Bremen, meint Jürgen Hinrichs.
23.02.2021, 20:05
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Bremer Domshof: Die Probleme werden zerredet
Von Jürgen Hinrichs

Man kann über den Domshof denken, wie man will. Es gibt Menschen, die finden es richtig, dass der größte Platz in Bremens Mitte ohne Aufbauten bleibt, damit er für Massenveranstaltungen genutzt werden kann, wenn es irgendwann wieder welche gibt. Andere freunden sich mit dem Gedanken an feste Marktstände an und haben den attraktiven Viktualienmarkt in München vor Augen. Wieder andere wollen Wasserspiele und mehr Bepflanzung. Alles denkbar, aber schön wäre es und geboten, wenn endlich mal ein Strich unter die Debatte gezogen würde.

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Der geplante temporäre Bau ist nur ein Zwischenschritt und klärt die Fragen nicht grundsätzlich, die seit mehr als zehn Jahren zum Domshof und seinem oft unansehnlichen Wochenmarkt aufgeworfen werden. Diese Kraft haben Bürgerschaft und Senat bislang nicht aufgebracht. Wirklich tätig geworden ist noch niemand – trotz aller Pläne, die kursieren. Die Probleme werden nicht angepackt, sondern zerredet. Da ist der Domshof leider nicht der einzige Fall in Bremen.

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