Es blüht überall

Der Frühling im Bremer Süden

In den Bremer Parks blüht es derzeit überall. Diesmal zeigen wir, wie es aktuell im Bremer Süden aussieht.
30.03.2020, 16:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Chantal Moll (Text) und Roland Scheitz (Fotos)

Ein Stück Normalität: Bremerinnen und Bremer lassen sich auch nach der vor rund einer Woche verkündeten Kontaktsperre den Frühlingsanfang nicht nehmen. Allerdings sind sie maximal pärchenweise auf Inlinern, Fahrrädern oder zu Fuß auf der linken Seite der Weser anzutreffen.

Auch Familien lassen sich hier und da sehen. Der Blick von der Wilhelm-Kaisen-Brücke in Richtung Werdersee lässt den Eindruck entstehen, dass nicht weniger Menschen als gewöhnlich unterwegs sind. Einzig größere Gruppen, die sich sonst auf der Wiese niederlassen, fehlen. Auf dem knapp zwei Meter breiten Weg zum Werdersee kann es auch mal schwierig werden, den Sicherheitsabstand von anderthalb Metern einzuhalten. Ein Grund, die Corona-Krise für eine Verschnaufpause zu vergessen. Wir haben für unsere Leserinnen und Leser Bilder aus dem Frühling im Bremer Süden zusammengestellt.

Am Park Links der Weser erhaschen Spaziergänger mit dem richtigen Timing schon mal einen Blick auf den Sonnenuntergang, die Narzissen am Niedersachsendamm in Huckelriede zeigen ihr sattes Gelb, während auch die Enten im Wolfskuhlenpark sich stets in Zweiergruppen zusammen tun, was womöglich an der Paarungszeit liegen mag.

Die Buschwindröschen im Wolfskuhlenpark zeigen sich ab Ende März in voller Pracht. Was auf den ersten Blick wie noch nicht geschmolzener Schnee aussieht, entpuppt sich beim zweiten als ein Meer von Blüten. Städtische Gärtner hüten und pflegen sie in dieser Zeit. Den Namen verdankt der rund drei Hektar große Park übrigens einem Gutshof aus dem 16. Jahrhundert. 2003 gestaltete die Stadt ihn so um, dass Naturbegeisterte sich auf Sitzplätzen am Wasser niederlassen können oder direkt auf einer Wiese.

Rund 30 Graureiher Paare nisten im Wolfskuhlenpark. Gerade zu Frühjahrsbeginn können Besucher sie besonders gut in den Baumwipfeln sehen, da der Eichenwald zu dieser Zeit noch unbelaubt ist. Die Wolfstatzen im Park sollen der Legende nach an eine von Wölfen verfolgte Kutsche erinnern, die in einen Tümpel stürzte. Der Hohentorspark zieht ebenso eine Geschichte mit sich. Nach dem Krieg ist der Park als erste größere Grünanlage entstanden. Heute können sich hier Naturbegeisterte in Ruhe trotz der nahen Hochstraße bei einem Spaziergang entspannen.

Auch der Park Woltmershausen lädt bei dem wolkenlosen Himmel, wie seine Besucher in der vergangenen Woche nahezu täglich erleben konnten, zu einem Spaziergang ein. Hier hängen die Bäume voller weißer Blüten. So lässt der Bremer Frühling ein Stück Hoffnung auf Normalität zurück.

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