Laiengruppe "Die Spätlese" führt kurze Sketche auf und sucht noch Verstärkung Der Spaß spielt die Hauptrolle

Hemelingen. Die einfallsreichen Damen haben bereits bewiesen, dass sie etwas auf die Beine beziehungsweise Bühne stellen können. Die Hemelinger Frohnaturen sprühen voller Ideen, die sie als Laienspielgruppe "Die Spätlese" gar nicht alle umsetzen können. Deshalb halten die vier Akteurinnen nun Ausschau nach neuen Mitspielerinnen und Mitspielern. Einzige Bedingung: Spaß am Theaterspiel.
03.02.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Der Spaß spielt die Hauptrolle
Von Ulrike Troue

Hemelingen. Die einfallsreichen Damen haben bereits bewiesen, dass sie etwas auf die Beine beziehungsweise Bühne stellen können. Die Hemelinger Frohnaturen sprühen voller Ideen, die sie als Laienspielgruppe "Die Spätlese" gar nicht alle umsetzen können. Deshalb halten die vier Akteurinnen nun Ausschau nach neuen Mitspielerinnen und Mitspielern. Einzige Bedingung: Spaß am Theaterspiel.

Der Schalk sitzt Helga Hoffmann, Marta Haacke, Christa Steinmann und Margret Kröning offenkundig im Nacken, bei den Übungstreffen in der Senioren-Begegnungsstätte der evangelischen Kirchengemeinde Hemelingen übernimmt er die Hauptrolle: Ständig flachsen die Frauen herum.

"Wir treffen uns, um Dinge zu machen, die uns Spaß machen, und um anderen eine Freude zu machen", bekräftigt Helga Hoffmann. "Wir spielen nur lustige Sachen." Längere und schwierige Stücke lägen ihnen nicht, findet die "Spätlese"-Sprecherin.

"Wir nehmen auf, was im Leben vorkommt - und schreiben es um", erklärt Marta Haacke. Aus ihrer Feder stammt so mancher Sketch, mit dem die im Spätsommer 2009 gegründete Laienspielgruppe bei ihren bisherigen Auftritten in der Senioren-Begegnungsstätte gute Laune verbreitet hat. Denn die Damen sind Improvisationstalente und stets auf der Suche nach Material, das möglichst nichts kostet. Die Kirche stellt Probenraum, Bühne und Mikrofone, um Kostüme und Requisiten müssen sich die Akteurinnen selber kümmern.

Der Zufall schreibt Geschichten

Manchmal spielt ihnen auch der Zufall in die Hände. Als "Die Spätlese" beim ersten Treffen nach der Weihnachtspause darüber sinnierte, was es in diesem Jahr beim Frühlingsfest am 7. April aufführen möchte, lieferte Elfriedes Unachtsamkeit ihnen eine herrliche Vorlage. Der 76-jährige Neuzugang hat sich über Martas Vorschlag für einen "Pausenfüller" regelrecht echauffiert: Nie und nimmer würde sie sich für einen "Pornoknüller" hergeben. Das sei nichts für alte Leute, erklärte sie energisch - und erntete viel Heiterkeit, weil "die Quasselstrippe" nur nicht richtig hingehört hatte. So war das Thema für das aktuelle Programm gefunden: Verständigungsprobleme.

Die scheint es übrigens unter den Freizeitschauspielerinnen ganz und gar nicht zu geben. Sie seien eine offene Runde, betonen sie. "Wenn jemand etwas nicht spielen mag, kann er es immer sagen. Eine Rolle muss einem liegen." Mit Margrets spontanem Vorschlag, Hüte als Aufhänger und praktisch als "roten Faden" für den geplanten Theaternachmittag zu nehmen, stimmt die Runde sofort überein. Gleich darauf kommt ihr der nächste Gedanke: Die Seniorinnen und Senioren beim Frühlingsfest aktiv einbinden - sie sollen mit Hut erscheinen.

Auch über den Programmablauf einigt sich "Die Spätlese" ohne Diskussion. "Wir wollen nach Möglichkeit Sketche spielen, die jeweils höchstens zehn Minuten dauern, davon lieber drei, und zwischendurch Zeit zum Tanz und Klönen lassen", plant Helga Hoffmann. "Wer nicht tanzt, soll sich an den Schauspieleinlagen erfreuen", fügt Marta Haacke hinzu. Die dürften nur nicht zu langatmig oder anstrengend sein. Mehr wird aber noch nicht verraten.

In der Hemelinger "Spätlese" steckt Heiterkeit. "Ich mach' gern Blödsinn und habe keine Hemmungen, auf der Bühne doof zu sein", verrät Margret Kröning. Als ihre ehemalige "Vorturnerin" Helga Hoffmann, die über Jahre im Vorstand die Geschicke des SV Hemelingen mitbestimmt hat und Krönings Qualitäten im Vortragen plattdeutscher Gedichte lobt, angerufen und aufs Theaterspielen angesprochen hat, entfuhr es Margret Kröning: "Oh ja, so'n Aaskram mach' ich gern."

Damit der Geist fit bleibt

"Spätlese"-Sprecherin Helga Hoffmann war immer handwerklich und sportlich aktiv - solange es die Gesundheit zuließ. "Dann habe ich etwas gesucht, was mir Spaß macht, bei dem der Geist fit bleibt und ich in Gesellschaft mit anderen etwas zusammen erarbeiten kann." Für Christa Steinmann und Marta Haacke ist Theaterspielen indes nichts Neues. Sie habe bereits mit fünf Jahren auf der Bühne gestanden - bei der Aufführung von "Zehn kleine Negerlein" mit der Chorvereinigung Hemelingen, berichtet Steinmann. Außerdem spielt sie an zwei, drei Tagen in der Woche im Bremer Geschichtenhaus in vier Szenen mit. "Das steigert auch etwas das Selbstwertgefühl", gibt sie gern zu. Marta Haacke hat früher als Statistin in Produktionen des Bremer Schauspielhauses auf der Bühne gestanden und einige Zeit bei der Huchtinger Seniorentheatergruppe "Die Knitterfreien" mitgewirkt. "Da habe ich auch mehr geschrieben als gespielt."

Wer sich der Laienspielgruppe "Die Spätlese" anschließen oder eine Probe in der Christernstraße 6 besuchen möchte, kann sich an Helga Hoffmann, Telefon 455103, wenden.

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