Odessa State Philharmony und Solisten in der Glocke Der Töne Zauber

Vor dem Auftritt ist nach dem Auftritt: Der Bremer Rathschor hat unter der Leitung von Jan Hübner ein Konzert im großen Konzertsaal von Odessa gegeben. Der nächste Termin steht bevor.
25.04.2016, 00:00
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Von Christiane Tietjen

Vor dem Auftritt ist nach dem Auftritt: Der Bremer Rathschor hat unter der Leitung von Jan Hübner ein Konzert im großen Konzertsaal von Odessa gegeben. Der nächste Termin steht bevor. Am Sonnabend, 30. April, wird dasselbe Programm in Bremen angeboten – um 20 Uhr in der Glocke an der Domsheide.

Neben dem kammermusikalischen Orchester sind namhafte Solisten aus der Ukraine an dem Konzert beteiligt. Gespielt werden zwei Partien aus dem relativ unbekannten, weltlichen Oratorium „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn, gefolgt von der „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester“ von Ludwig van Beethoven. „Ich habe den Frühling und den Sommer aus dem dreistündigen Werk von Haydn ausgewählt“, sagt Jan Hübner, der gerade die in St. Wilhadi stattfindende Probe des großen Rathschores leitet.

„Es wäre sonst zu lang geworden, außerdem passt es thematisch gut. Sehr bildhaft beschreiben die Instrumente das Herannahen des Frühlings, die lebensspendende Wärme des Sommers, das Gewitter mit seiner Dramatik, das am Ende in eine sanfte Nacht übergeht.“

Der Chor stellt in dem Oratorium das Landvolk dar, die drei Gesangssolisten das ländliche Stimmungsbild. Es singen: Natalya Pavlenko (Sopran), Anatoliy Duda (Tenor) und Vasily Dobrovolskiy (Bass). In der „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester“ von Beethoven spielt der Flügel eine große Rolle. Hier wird der international anerkannte Pianist Alexey Botvinov zu hören sein. „Ich bin von der hohen Musikalität der Menschen beeindruckt, denen ich in Odessa begegnet bin“, sagt Jan Hübner, „außerdem gehören die Musik und das Singen dort ganz selbstverständlich zum Leben dazu, das hat mir sehr gefallen.“

Die Chorpartien des klassisch-romantischen Beethoven-Werks ähneln seiner 9. Sinfonie mit der Vertonung des Schiller-Gedichts „Freude, schöner Götterfunken“, sind aber textlich und musikalisch etwas anders gesetzt.

Da heißt es beispielsweise „Wenn der Töne Zauber walten, muss sich Herrliches entfalten, Nacht und Stürme werden licht“ und verheißen am Ende gar „Wenn sich Lieb‘ und Kraft vermählen, lohnt dem Menschen Göttergunst.“ Die Chorfantasie ergänzen die Bremer Gesangssolisten Sophia Bockholdt (Mezzo), Despina Koustoulidi (Alt) und Max Börner (Bass).

Das gemeinsame Konzert des Bremer Rathschores, der Odessa State Philharmony und von Solisten aus der Ukraine in der Glocke, Domsheide 6, ist am Sonnabend, 30. April, 20 Uhr, die Werkseinführung beginnt um 19.15 Uhr. Karten kosten zwischen 15 und 35 Euro, ermäßigt zwischen acht und 25 Euro bei Nordwestticket im Pressehaus an der Martinistraße, Telefon 36 36 36, in der Glocke, Telefon 33 66 99, und an der Abendkasse ab 19 Uhr, Ermäßigungsberechtigte ab 19.30 Uhr.

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