Beobachtungen in der 5. Jahreszeit

Deshalb können Bremer dem Freimarkt nicht entkommen

Wir zeigen, weshalb Bremerinnen und Bremer irgendwie immer am Freimarkt teilnehmen – selbst wenn sie die Bürgerweide gar nicht besuchen.
11.10.2017, 15:06
Lesedauer: 2 Min
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Deshalb können Bremer dem Freimarkt nicht entkommen
Von Carolin Henkenberens
Deshalb können Bremer dem Freimarkt nicht entkommen

Der Duft am Domshof

Wer sich am Domshof aufhält, braucht seine Augen nicht, um zu erkennen, dass Freimarkt ist. Denn der Duft gebrannter Mandeln steigt einem dort zuverlässig im Oktober in die Nase. Zugegeben, manchmal ist es auch der Geruch von Schmalzkuchen, Lebkuchen, Puderzucker, Bratwurst oder Hot-Dog. Erriechen lässt sich der Freimarkt aber auf jeden Fall!

imago

Wir zeigen, weshalb Bremerinnen und Bremer irgendwie immer am Freimarkt teilnehmen – selbst wenn sie die Bürgerweide gar nicht besuchen.

Freimarkt 2015

Die Geräusche

Whoop, whoop, einsteigen, mitfahren, jawoll, AHHHHH: Wer in Findorff oder Schwachhausen wohnt, hört, dass Freimarkt ist. Denn in den angrenzenden Stadtteilen sind vor allem abends die Geräusche der Fahrgeschäfte zu hören. Spacige Jingles der Karussells, spitze Aufschreie aus dem Freefall-Tower und die samtenen Stimmen der Rekommandeure gehören einfach zum Freimarkt dazu.

Foto: Frank Thomas Koch
Speckflagge auf den Bussen 
   
 Pünktlich zum Freimarktsbeginn erhalten die Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG Kopfschmuck: Jeweils eine Deutschlandfahne und eine Flagge Bremens.

Speckflagge auf den Bussen

Pünktlich zum Freimarktsbeginn erhalten die Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG Kopfschmuck: Jeweils eine Deutschlandfahne und eine Flagge Bremens.

Foto: BSAG
Bremer Freimarkt

Herz am Roland

Jedes Jahr zur Eröffnung des Freimarktes bekommt der Roland ein ganz besonderes Accessoire: Ein Lebkuchenherz (ohne Lebkuchen) mit der Aufschrift "Ischa Freimaak".

Foto: dpa
Alkoholverbot in der Hamburger U- und S-Bahn

Reisegruppen im Zug

Wer mit dem Zug nach Bremen reist oder täglich zur Arbeit pendelt wird schnell merken, dass Freimarkt ist. Denn es sind auffällig viele Gruppen unterwegs. Kegelklubs, Sportvereine oder Freundesgruppen: Wer zum Freimarkt will, macht das nicht allein. Tupperboxen und Kurzengläser machen die Runde, Lieder werden angestimmt. Wer in Ruhe ein Buch lesen will, kann sich von dem Lärm bisweilen gestört fühlen. Andere bringt die lockere Stimmung zum Lachen.

Übrigens: In der Nordwestbahn und dem Metronom ist Alkohol verboten, in Regionalzügen der Deutschen Bahn nicht.

Foto: Symbolbild: dpa
"Schatzi, schenk mir ein Foto..." 
   
 Freimarktpartys sind oft Schlagerpartys. Mickie Krause und seine eingängigen (nervigen?) Mitgröhl-Songs sind in dieser Zeit der absolute Hit in Bremen. Es könnte also sein, dass ihre Freunde plötzlich diese Lieder summen. Dann wird klar: Okay, es ist wieder Freimarkt! 
 Die große "Krause Sause" steigt übrigens am 20. Oktober in der Halle 7. Welche Schlagerstars sonst noch auftreten, erfahren Sie hier.

"Schatzi, schenk mir ein Foto..."

Freimarktpartys sind oft Schlagerpartys. Mickie Krause und seine eingängigen (nervigen?) Mitgröhl-Songs sind in dieser Zeit der absolute Hit in Bremen. Es könnte also sein, dass ihre Freunde plötzlich diese Lieder summen. Dann wird klar: Okay, es ist wieder Freimarkt!

Die große "Krause Sause" steigt übrigens am 20. Oktober in der Halle 7. Welche Schlagerstars sonst noch auftreten, erfahren Sie hier.

Foto: FR
Politiker in bierseliger Stimmung 
   
 Politiker müssen seriös sein, Kompetenz beweisen. In der fünften Jahreszeit geht es jedoch etwas lockerer zu. Da ist Volksnähe gefragt. Da sieht man Volksvertreter – auch mal ohne gerade einen Wahlerfolg erzielt zu haben – in bierseliger Stimmung. In diesem Jahr schwang Bürgermeister Carsten Sieling höchstpersönlich den Hammer beim traditionellen Fassanstoß zur Eröffnung des Freimarktes. Wenn Sie solche Bilder im Netz, in der Zeitung oder im Fernsehen sehen, ist klar: Es ist Freimarkt!

Politiker in bierseliger Stimmung

Politiker müssen seriös sein, Kompetenz beweisen. In der fünften Jahreszeit geht es jedoch etwas lockerer zu. Da ist Volksnähe gefragt. Da sieht man Volksvertreter – auch mal ohne gerade einen Wahlerfolg erzielt zu haben – in bierseliger Stimmung. In diesem Jahr schwang Bürgermeister Carsten Sieling höchstpersönlich den Hammer beim traditionellen Fassanstoß zur Eröffnung des Freimarktes. Wenn Sie solche Bilder im Netz, in der Zeitung oder im Fernsehen sehen, ist klar: Es ist Freimarkt!

Foto: Frank Thomas Koch
Karnevalsstimmung im Oktober 
   
 Sind Aliens in Bremen gelandet oder ist schon wieder Karneval? Bremer, die im Oktober verkleidete Menschen sehen, wissen: Entweder es ist Halloween oder Freimarkt. Beim traditionellen Umzug laufen hunderte Menschen kostümiert durch die Stadt.

Karnevalsstimmung im Oktober

Sind Aliens in Bremen gelandet oder ist schon wieder Karneval? Bremer, die im Oktober verkleidete Menschen sehen, wissen: Entweder es ist Halloween oder Freimarkt. Beim traditionellen Umzug laufen hunderte Menschen kostümiert durch die Stadt.

Foto: Michail Galian
Bremer Freimarktumzug

Herzchen auf Wangen

Auch an den Herzen kommen Bremer nicht herum. Denn beim traditionellen Freimarktsumzug ist es üblich, Zuschauern Herzen mit Lippenstiften und Karnevalsfarbe auf die Wange zu malen.

Foto: dpa
979. <a href='/thema/bremer-freimarkt-q41360/'>Bremer Freimarkt</a>

Bayern-Flair in der Hansestadt

Frauen in Dirndl, Männer in Lederhose: In Bremen gibt es das nur zum Freimarkt. Im Bayernzelt wird täglich im Outfit aus Süddeutschland gefeiert. Da zwängt sich selbst die norddeutsche Frau in Kleider mit Schürze, und der Mann aus dem hohen Norden geht mit kurzer Hose raus.

Foto: dpa
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