Kritik aus der Bremer Politik

Widerstand gegen Zuschauerplan der DFL

Die Bremer Politik reagiert skeptisch auf Überlegungen der Deutschen Fußball-Liga, zum Bundesliga-Start Fans in die Stadien zu lassen.
04.08.2020, 21:36
Lesedauer: 1 Min
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Von Mathias Sonnenberg und Christoph Bähr
Widerstand gegen Zuschauerplan der DFL

Wenn es nach dem Wunsch der Deutschen Fußball Liga geht, sollen leere Stadien wie hier in Bremen künftig die Ausnahme bleiben. Doch die Bremer Politik regiert skeptisch auf Pläne, Zuschauer wieder in die Stadien zu lassen.

nordphoto / gumzmedia

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) haben sich auf die Rahmenbedingungen für eine Bundesliga mit Zuschauern festgelegt: keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol, personalisierte Online-Tickets. So könnte die Lösung aussehen, damit die Stadien der Profi-Vereine zum Start der ersten und zweiten Bundesliga am 18. September wieder mit Zuschauern gefüllt werden können. Die Entscheidung liegt bei der Politik. Und da regt sich in Bremen erster Widerstand. „Ich stehe dem Vorschlag der DFL, Bundesliga-Begegnungen wieder vor Zuschauern zu veranstalten, sehr skeptisch gegenüber“, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) dem WESER-KURIER.

Zuletzt hatte Werder Bremen Pläne veröffentlicht, wie Spiele mit Zuschauern im Weserstadion wieder möglich wären. „Eine Zahl um die 15.000 Zuschauer halten wir dabei für möglich, dies muss aber eng mit den zuständigen Ämtern und Behörden abgestimmt werden“, hatte Präsident Hubertus Hess-Grunewald erklärt. Nach der DFL-Versammlung am Dienstag sagte er: „Wir möchten jetzt die nächsten Schritte gehen. Die Überschrift könnte lauten: Ein kleiner Schritt in Richtung Normalität. Wenn wir überzeugende Konzepte vorlegen, bin ich mir sicher, dass auch Ulrich Mäurer seine Bedenken zurückstellen wird.“

Doch der Innensenator hegt Zweifel.

Mehr lesen Sie morgen im WESER-KURIER.

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