Rot-Grüne Pläne DGB unterstützt Rennbahn-Plan

Die Grundentscheidung zur Bebauung des Geländes der Galopprennbahn betrachtet der Deutsche Gewerkschaftsbund als richtig, um bezahlbaren, angemessenen Wohnraum zu schaffen.
23.02.2019, 19:06
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DGB unterstützt Rennbahn-Plan
Von Jürgen Hinrichs

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich hinter die Pläne des rot-grünen Senats gestellt, das Gelände der Galopprennbahn zu bebauen. „Wohnraum ist in Bremen nicht erst seit gestern knapp“, heißt es in einer Pressemitteilung. Es fehle an bezahlbarem, angemessenem Wohnraum in allen Größen, vom Single-Appartement bis zur Familienwohnung. Die Grundsatzentscheidung zur Bebauung der Rennbahn sei daher richtig.

Als „Scheingefechte“ bezeichnen die Gewerkschaften Diskussionen über den Grad der Verdichtung auf dem 35 Hektar großen Gelände zwischen der Vahr und Hemelingen. Egal ob Halbe-Halbe oder eine Zwei-Drittel-Bebauung – entscheidend sei, den neuen Wohnstandort zu integrieren und ihn urban zu gestalten.

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Neben dem Bau von Sozialwohnungen fordert der DGB bei der Trägerschaft genossenschaftliche Modelle. Darüber hinaus sei wichtig, dass die städtischen Grundstücke in öffentlichem Eigentum verbleiben. „Auf diese Weise wird preistreibenden Spekulationen ein Riegel vorgeschoben und Abwanderung ins Bremer Umland entgegengewirkt“, betont DGB-Vorsitzende Annette Düring.

Die Koalition hatte am Donnerstag beschlossen, die Rennbahn nur zur Hälfte zu bebauen und bis zu 1200 Wohnungen zu schaffen. Am 26. Mai, dem Tag der Bürgerschaftswahl, wird es einen Volksentscheid geben. Die Initiatoren wollen erreichen, dass die Fläche frei bleibt. „Wir finden das falsch und werben im Interesse der gesamten Stadt für ein Nein beim Volksentscheid“, erklärt Robert Bücking, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Grünen. Neben den neuen Wohnungen gebe es weitere Vorteile: „Durch die Öffnung des Geländes verbessert sich die Verbindung zwischen Hemelingen und der Vahr. Diese Chance sollte man nicht leichtfertig vertun.“

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