Mobiler Blumenladen Blumenfeen aus Leidenschaft

Drei Freundinnen sind mit ihrem mobilen Blumenladen unterwegs. Als „Die Blumenfeen“ präsentieren sie sich seit Anfang Oktober auf verschiedenen Bremer Wochenmärkten.
26.10.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Chantal Moll

Den Traum von einem mobilen Blumenladen erfüllten sich zum 1. Oktober dieses Jahres drei Freundinnen aus Bremen. Silke Krebs, Petra Willmes und Manuela von Halle sind zusammen „Die Blumenfeen“.

Aus der Corona-Notsituation heraus entwickelten die drei Frauen im Juni bei ihren regelmäßigen Spaziergängen die Idee zu ihrem mobilen Blumenladen. Mobil sind sie, weil sie kein festes Geschäft haben, sondern ihre zwei Pkw und einen Faltpavillon, mit dem sie sich auf verschiedenen Wochenmärkten Bremens präsentieren. Kundinnen und Kunden können sich hier ihre Sträuße individuell zusammenstellen. Es gibt bei ihnen aber auch vorgefertigte Sträuße und Deko-Artikel.

Krebs arbeitete vor der Pandemie auf Messen als Hostess. Mit Beginn des Lockdowns wurde der Job immer schwieriger für sie, denn die Messen fielen aus. Von Halle ist gelernte Floristin und arbeitete jahrelang bei einem Blumenladen in der Wachmannstraße, die Stelle gab die 42-Jährige auf, weil es für sie nicht mehr passte. Willmes kümmert sich um die Buchhaltung bei der Firma ihres Mannes und suchte ebenfalls nach einer neuen Herausforderung. Bei einem ihrer Spaziergänge, erzählten die drei Freundinnen wieder einmal von ihrer Begeisterung für Blumen und stellten sich die Frage: „Warum machen wir das nicht selbst?“ Krebs erstellte daraufhin eine Whatsapp-Gruppe „Die Blumenfeen“. Jetzt vier Monate später erfüllten sie sich ihren Traum. In allen Stadtteilen seien die Feen gut angekommen, vor allem aber in Schwachhausen. Das liege wohl auch daran, dass einige Kunden von Halle schon aus dem Laden in der Wachmannstraße kennen, wie die Freundinnen berichten.

„Wir alle lieben Blumen und es ist unsere Leidenschaft“, sagt die gelernte Floristin von Halle. „Und diese Leidenschaft jetzt mit meinen Freundinnen auszuleben, gefällt mir am allerbesten“, berichtet sie weiter. Schon als Kind entwickelte sie eine Leidenschaft für Blumen und wollte immer Floristin werden. Eine Lieblingsblume hat sie nicht. „Alle Blumen sind schön. Es ist faszinierend, was die Natur alles an Farben und Formen zustande bringt“, sagt sie. Ihre Kolleginnen Krebs und Willmes schließen sich da an und sprechen sich für die Wirkung von Blumen aus. „Wenn es einer Freundin schlecht geht, dann schenke ich ihr Blumen“, berichtet Willmes. Blumen haben für sie neben dem schönen auch einen tröstenden Charakter. „Blumen sind etwas für die Seele“, ist Willmes überzeugt. Über die Pflanzen könne sie viele Emotionen ausdrücken. Ihre Feenkollegin Krebs begeistert sich daneben auch für die Vielfalt von Blumen. Im Sommer gebe es eben andere Blumen, wie Tulpen, als jetzt im Herbst. Der Saisonkalender sieht für die goldene Jahreszeit unter anderem Hagebutten und Liebesperlensträuche vor, die es auch an dem mobilen Laden der Blumenfeen gibt.

Zweimal die Woche holen die Kolleginnen mit ihren zwei Pkw frische Ware von einem Großhändler aus Hamburg. Die zwei Pkw sind keine optimale Lösung, wie die drei verraten. Sie stellen sich für die Zukunft vor, einen großen Wagen zu haben. So können sie zu dritt sitzen und nur eine müsse fahren. Das sei schon praktischer. Zusätzlich beliefert sie ein Niederländer mit neuer Ware, sodass sie jeden Tag neue Blumen an ihrem Stand präsentieren können.

„Wir wollen den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, verrät von Halle. Gerade in den Zeiten der Pandemie sei es wichtig nicht das Schöne aus den Augen zu verlieren und es sich Zuhause schön zu machen. Womit gehe das besser als mit Blumen? Auch Krebs ist davon überzeugt: „Der Kundenkontakt macht mir am meisten Spaß. Die Kunden sind glücklich, wenn sie gehen.“ Auch sei es so, dass die gleichen Kunden immer wieder kämen. Neben Frischblumen bieten die Feen auch Trockenblumen an. Für die Adventszeit im November und Dezember planen die Kolleginnen einen Workshop zum Adventskranzbinden. Wie, wo und ob dieser sich auch in die Tat umsetzen lässt, können die Feen aufgrund der aktuellen Pandemie noch nicht verraten. Der Kurs lasse sich aber auch nur in einer Location organisieren, in der alle Hygienemaßnahme eingehalten werden können. Das sei den drei Frauen besonders wichtig. Auch können sie sich vorstellen Workshops für Junggesellenabschiede anzubieten. Sodass die Frauen gemeinsam basteln und beispielsweise Kränze binden können.

Die Blumenfeen stehen von montags bis sonnabends auf verschiedenen Wochenmärkten in ganz Bremen. Daneben bieten sie ebenfalls die sechs Tage in der Woche einen kostenlosen Lieferdienst in ganz Schwachhausen an, sowie einen Lieferdienst gegen Gebühren in alle anderen Stadtteilen. Einen weiteren Schwerpunkt legen die Feen auf die Trauerfloristik. Hier können sich Angehörige bei den Werkstücken selber beteiligen. Montags sind die Feen auf dem Delmemarkt in der Neustadt anzutreffen, dienstags, donnerstags und sonnabends in der Walliserstraße in Osterholz, mittwochs auf dem Benqueplatz in Schwachhausen und freitags in der Dötlinger Straße in Woltmershausen.

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