Arbeitskreis sammelt neue Ideen Die Brenor kommt auf den Prüfstand

Blumenthal. Die Brenor hat in den vielen Jahren ihres Bestehens an Attraktivität und Bedeutung verloren. So lautet eine interne Bilanz des Wirtschafts- und Strukturrats (WIR) als Träger der Familien- und Gewerbeausstellung in Blumenthal. Bereits während der Messe hatte es Kritik durch Aussteller und Besucher am bisherigen Konzept gegeben. Dies schlug sich auch in der Zahl der Messegäste nieder. Der WIR sieht nun Handlungsbedarf und hat einen Arbeitskreis gegründet, der neue Ideen für die Gewerbeschau erarbeiten soll.
12.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Die Brenor kommt auf den Prüfstand
Von Julia Ladebeck

Blumenthal. Die Brenor hat in den vielen Jahren ihres Bestehens an Attraktivität und Bedeutung verloren. So lautet eine interne Bilanz des Wirtschafts- und Strukturrats (WIR) als Träger der Familien- und Gewerbeausstellung in Blumenthal. Bereits während der Messe hatte es Kritik durch Aussteller und Besucher am bisherigen Konzept gegeben. Dies schlug sich auch in der Zahl der Messegäste nieder. Der WIR sieht nun Handlungsbedarf und hat einen Arbeitskreis gegründet, der neue Ideen für die Gewerbeschau erarbeiten soll.

In einem Brief an seine Mitglieder, bittet der WIR um deren Einschätzungen und Anregungen. Auf dem Prüfstand stehen Termin und Standort der Messe, Standkosten, Eintrittspreise, die gesamte Messeorganisation und das Programm mit Talk- und Podiumsdiskussionen. Als eine Ursache für den Verlust an Attraktivität sieht der WIR unter anderem "parallele Aktivitäten in der Region".

Die Organisation der nächsten Brenor im kommenden Jahr will der WIR nun rechtzeitig in die Hand nehmen. "Das Thema Brenor wurde auch bei der jüngsten Beiratssitzung konstruktiv diskutiert, und als Fazit konnte auch hier die allgemeine Meinung festgehalten werden, dass Handlungsbedarf besteht", teilt WIR-Vorstandsmitglied Rudolf F. Kirst im Brief an die Mitglieder mit. Der WIR-Beirat besteht aus 20 Mitgliedern, die den Vorstand des Vereins beraten und begleiten.

Der frisch gegründete Arbeitskreis hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Grossmarkt GmbH das bisherige Konzept der Brenor zu analysieren, Positives und Negatives gegenüberzustellen und daraus neue Ideen zu erarbeiten, "damit die Brenor auch in Zukunft für die Besucher und Aussteller attraktiv gestaltet wird". Denn auch wenn der WIR in seinem Brief betont, es bleibe festzustellen, "dass Veranstalter, Besucher und Aussteller zufrieden waren" – die einst "größte Regionalschau der Wirtschaft mit jährlich 30000 Besuchern" hat eindeutig an Zugkraft verloren. Davon zeugten, wie berichtet, leere Stände am zweiten Messetag und zahlreiche kritische Stimmen.

Um herauszufinden, woran das liegen und wie es mit der Brenor wieder bergauf gehen könnte, macht der Wirtschaftsrat nun die Umfrage unter seinen mehr als 270 Mitgliedern. Die im WIR zusammengeschlossenen Betriebe und Institute der gewerblichen Wirtschaft, des Einzelhandels, der Forschung und der freien Berufe sind dazu aufgerufen, ihre Meinung zur Gewerbeschau zu äußern sowie Anregungen, Kritik und Wünsche abzugeben.

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