Mitorganisator der Jugendmedientage „Die Freiheit von Journalisten ist wichtig“

Oskar Vitlif aus dem Vorstand der Jugendpresse Deutschland spricht im Interview über die Jugendmedientage in Bremen und die Freiheit der Presse.
04.10.2018, 21:19
Lesedauer: 3 Min
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Von Zoe Bunje

Was genau sind die Jugendmedientage?

Oskar Vitlif: Die Jugendmedientage sind eine Veranstaltung für junge Leute, die etwas mit Medien zu tun haben. Zum Beispiel Journalisten, Redakteure von Schülerzeitungen, Studenten aus dem Bereich Journalismus und junge Einsteiger bei PR-Agenturen. Wir bieten ihnen an, sich untereinander zu vernetzen, miteinander zu diskutieren, und sich weiterzubilden. Es gibt viele verschiedene Workshop-Angebote. Zusätzlich bieten wir auch Medientouren an, in denen man erfährt, wie große Medienunternehmen arbeiten. Dort kann man gut Kontakte für Praktika und Volontariate knüpfen.

Welche Medienunternehmen sind dieses Jahr bei den Jugendmedientagen dabei?

Da gibt es einige. Bei den Medientouren sind wir beispielsweise bei der Deutschlandvertretung von Google und bei Facebook zu Gast. Wir bieten die Möglichkeit bei Gruner + Jahr, dem Zeitschriftenverlag, der die GEO und den Stern macht, oder beim ZDF Landesstudio Bremen vorbeizuschauen. Und natürlich sind wir auch beim WESER-KURIER.

Und welche Workshops werden angeboten?

Es gibt zum Beispiel einen Workshop zum Thema: „Instagram für Journalisten“. Dort lernen die Teilnehmenden, wie sie mit Stories und Posts eine journalistische Geschichte erzählen können. Cool ist auch der Workshop „Mobile-Reporting“. Da geht es darum, Filme und Videos zu produzieren, zu schneiden und den Ton aufzunehmen. Letztendlich sollen die Teilnehmenden einen kompletten Clip nur mit dem Handy produzieren. Ein weiteres Angebot sind unsere Erzählcafés. Da kommen junge Medienprofis, mit denen man sich austauschen kann. Einer von ihnen ist Philipp Walulis. Der macht ein Medienmagazin für Funk auf Youtube, in dem er einen Einblick in aktuelle Fernsehthemen gibt.

Sie sind gemeinsam mit Jonas Kunze, der ebenfalls im Bundesvorstand der Jugendpresse ist, für das diesjährige Motto „Bewegt(e) Grenzen – Raise your Voice!“ verantwortlich. Wie sind Sie darauf gekommen?

Wir schauen uns jedes Jahr an, was die Medienlandschaft bewegt. Denn das Bild, das wir von der Welt haben, ist stark dadurch geprägt, was wir in den Medien erfahren. Die wenigsten Leute von uns waren wirklich in Syrien oder dem Nahen Osten oder in afrikanischen Ländern. Wir bekommen unsere Informationen von Medienmachern, die vor Ort Leib und Leben riskieren, um uns zu zeigen, was auf der Welt passiert. Dieses Jahr wollen wir vergleichen, wie Pressefreiheit in Deutschland und im Ausland aussieht und was das für uns bedeutet. Uns ist wichtig, wie wir mit Medien, Journalisten und anderen Medienmachern umgehen, die da für uns im Einsatz sind. Wir verdanken ihnen sehr viel, bekommen aber von ihrer Situation nicht viel mit.

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Es geht also auch darum, die Jugendlichen auf die Wichtigkeit der Pressefreiheit aufmerksam zu machen?

Ja. Wir wollen zeigen, wie wichtig es ist, dass wir in Deutschland mit sehr vielen Freiheiten Medien machen können. Nicht nur im Journalismus, sondern auch Leute, die einen eigenen Youtube-Kanal haben oder Hobby-Filmer sind. Wir wollen zeigen, dass diese Freiheiten extrem wichtig sind und dass es die eben nicht überall auf der Welt gibt. Wir sollten sie sehr hoch schätzen, da sie ein wichtiges Gut unserer demokratischen Gesellschaft sind. Die Freiheit von Journalisten ist wichtig.

Welche Möglichkeiten gibt es denn für die Leute, die selbst auch gerne an den Jugendmedientagen teilnehmen würden, aber den Termin in Bremen verpasst haben?

Die Jugendmedientage werden auf jeden Fall auch 2019 stattfinden. In welcher Stadt das passieren wird, steht noch nicht fest. Die genauen Daten kann man am besten auf unserer Facebook-Seite oder bei Instagram unter dem Stichwort Jugendmedientage nachschauen. Da kann man dann ab dem frühen Sommer die Tickets kaufen.

Und dort kann jeder teilnehmen?

Das ist eher eine Veranstaltung für junge Leute. Also für Leute, die zwischen 16 und 24 Jahren alt sind. Wir probieren im Rahmen unseres Jugendmedienprojektes politikorange viele unterschiedliche Leute dazu zu holen. Dazu zählen auch Leute, die noch nicht so lange in Deutschland sind. Wir wollen, dass möglichst viele Leute aus unterschiedlichen Backgrounds da sind und einander kennenlernen. Wir freuen uns über jeden der Lust hat, im nächsten Jahr dazuzustoßen.

Die Fragen stellte Zoe Bunje.

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Info

Zur Person

Oskar Vitlif (21)

engagiert sich seit 2016 im Vorstand der Jugendpresse Deutschland. Der 21-Jährige studiert Journalistik und arbeitet für den WDR. Seinen ersten Kontakt zur Jugendpresse hatte er im Alter von 13.

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